Seit 40 Jahren steht Kampnagel für zeitgenössische Performance, Tanz und Theater. Doch die Geschichte des Geländes geht noch viel weiter zurück. Über viele Jahre wurde die Geschichte der Kranfabrik, die zum Rüstungsbetrieb wurde und mehr als 500 Zwangsarbeitende beschäftigte, aus der Erzählung ausgelassen – ob aus Sorge vor negativem Image oder aus mangelndem Geschichtsbewusstsein lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Mittlerweile hat sich jedoch einiges getan: Kampnagel hat einen umfassenden Recherche-Prozess initiiert und die Ergebnisse in der [k]aleidoskop-App und auf einer Projekt-Website veröffentlicht, die die bisher unerzählten Geschichten von systematischer Zwangsarbeit auf Kampnagel erfahrbar macht. Wer lieber analog statt digital einen Einblick in das düstere Kapitel der Geländegeschichte erhalten möchte, kann sich für diese Geländeführung anmelden, die wir im Kontext der Ausstellung »Kultur unter Kontrolle. Hamburgs Kulturszene im Nationalsozialismus« an mehreren Terminen anbieten.
Info: Deutsch, auf Wunsch in engl. Sprache
Preisinformation:
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