Das sagt der/die Veranstalter:in:
Ein Album wie ein Vulkan: All about Ängste, Leistungsdruck, Dating-Chaos, Einsamkeit, Überforderung, Late Capitalism-Kritk - und trotzdem tanzen?
Der Indie-Band Kapa Tult gelingt es auf ihrem neuen Album „Immer alles gleichzeitig“, das Erleben der Gen-Z in leichtfüßige Hooks zu packen – der Sound ist roh, intim und angenehm grungy. Das zweite Album der „Verheißung aus Leipzig“ (Linus Volkmann, Musikexpress) zeigt folgerichtig einen brodelnden Vulkan auf dem Cover. Inside: „NDW-Pling-Plong verschränkt mit entfesselter Bratgitarre und ausgefeiltem Songwriting“. Tagebuchartige Texte zeichnen die Lieder von Kapa Tult aus, wortgewandt und relatable für krisengeschüttelte Indiefans.
Die 13 Tracks der Platte wurden im Sommer 2025 in nur 5 Tagen live eingespielt. Als klassische Liveband führte hier für Kapa Tult natürlich kein Weg an Produzenten-Großmeister Moses Schneider (u.a. Beatsteaks, Ätna, Tocotronic) vorbei. Epische Keyboardsolos, mehrstimmige Gesänge, verzerrten Gitarren, dazu locker-flockige Indiepop-Hooks.
„Während des Spielens haben wir vor allem auf Moses Körpersprache geachtet: Wenn er mit dem Kopf genickt hat, wussten wir: Der Take könnte gut werden. Dann haben wir uns umso mehr ins Zeug gelegt. Im Laufe der Produktion wurde immer klarer, dass der Sound sehr trocken wird. Insbesondere Moses hat dann darauf geachtet, dass das auch durchgezogen wird. Es gab quasi ein Hall-Verbot, dadurch ist der Sound seeehr direkt. Wir wollten es so echt und so live wie möglich klingen lassen. „Als würde man der Band auf dem Schoß sitzen“ hat Moses dazu immer gesagt.“ (Inga Oder, Kapa Tult)
Auf Schnickschnack und Overdubs wurde fast vollkommen verzichtet, so dass „Immer alles gleichzeitig“ einheitlicher und organischer daherkommt als das Debütalbum „Es schmeckt nicht“ von 2023. Dazu ist die neue Plaette viel mehr ein „Band-Werk“: Alle vier Musiker*innen haben mindestens einen Gesangspart, den auch selbst geschrieben und hatten viel Raum, Persönliches bei den Aufnahmen mit einzubringen.
„Immer alles gleichzeitig“ - so erscheinen auch die Schlagzeilen und Stimmungen dieser Tage. Auf dem neuen Album geht’s inhaltlich ums kollektive Überfordert-Sein zwischen Kapitalismus, Klimakrise, Rechtsruck und Internet-Dauerfeuer – und ums ganz Private: Arbeiten müssen, Gefühle managen, Beziehungen verhandeln, für Angehörige sorgen, gut aussehen, nee bleiben. Spoiler: klappt selten alles gleichzeitig. Crushs funken dazwischen, Termine scheitern, Unsicherheiten bleiben. Und trotzdem dieser Drang nach mehr: mehr Projekte, mehr Output, mehr Erleben. Das Meta-Gefühl der Überforderung clasht am Ende noch mit einem riesengroßen „Nicht genug bekommen können“.
Kapa Tult liefern keinen Lösungsansatz – aber einen verdammt guten Soundtrack fürs Durchkommen - und Tanzen! Ab März 2026 geht diese fantastische Liveband dann auch wieder auf große Tour.
Preisinformation:
Abendkasse: 31,00€
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