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Katharina Kippenberg Lecture 2026/II: Delf Lützen: Amalie von Imhoff. Weiblicher Klassizismus in Weimar um 1800
Das sagt der/die Veranstalter:in:
Amalie von Imhoff (1776–1831) wurde lange Zeit lediglich als „Dilettantin“, wie es im Briefwechsel zwischen Goethe und Schiller heißt, abgewertet und in der Forschung entweder kaum berücksichtigt oder ebenfalls abwertend erwähnt. Diesem einseitigen Urteil zum Trotz war Imhoff eine zu ihrer Zeit äußerst angesehene Autorin, die insbesondere für ihre klassizistischen Werke bekannt war. Helmina von Chézy bezeichnete sie gar als „die griechische Muse selbst“, und auch zahlreiche weitere Zeitgenoss:innen charakterisierten die Autorin, die selbst Altgriechisch gelernt hatte, als durch und durch „griechisch“. Im Vortrag soll gezeigt werden, wie eng diese zeitgenössische Wahrnehmung damit verbunden war, dass Imhoff sich literarisch eingehend mit der Antike auseinandergesetzt hat. Im Zentrum stehen dabei die Komplexität ihrer Werke, ihr anspruchsvoller Form- und Kompositionswille sowie die vielfältige Verflechtung antiker und zeitgenössischer Intertexte, die ihre Werke ausmachen. Auf diese Weise soll Imhoffs bislang noch unzureichend erforschtem Werk literarhistorisch ein Platz im Weimarer Klassizismus um 1800 zugewiesen werden.
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