Wenn in Deutschland von Menschen gesprochen wird, die Asyl beantragen, ist häufig von "illegal einreisenden Flüchtlingen" die Rede. Viele haben hier vorrangig junge Männer vor Augen. Doch Beides stimmt nicht. 2025 waren 80% der Erstanträge von Frauen oder Kindern unter 16 Jahren. Bei vielen dieser Antragstellenden wird der Erstantrag einfach abgelehnt und später von Gerichten doch positiv entschieden.
2024 wurde das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) beschlossen, das im Juni 2026 endgültig in Kraft treten soll und bis dahin von den Parlamenten in nationales Recht umgesetzt werden muss. Schutzsuchende sollen gleichmäßig auf die europäischen Länder verteilt und die Antrags- und Abschiebeverfahren direkt an den Grenzen nach einheitlichen Regeln durchgeführt werden. Zu diesem Zweck können Asylsuchende (auch Kinder) für 12, bzw. bei Ablehnung, für 24 Wochen unter haftähnlichen Bedingungen festgehalten werden.
Studien zeigen: Das mangelhafte Aufnahmesystem behindert Integration und verletzt die Kinderrechte der UN-Kinderrechtskonvention.
Referentin Hasiba Bayan von „Terres des Hommes“ klärt über die neue Gesetzgebung auf und macht die Perspektiven der Kinder und Jugendlichen sichtbar. Ergänzt wird Vortrag durch Erfahrungsberichte von Bremerhavener Mitgliedern des „Arbeitskreis Migration und Flüchtlinge“. Im Anschluss an den Vortrag sind die Besucherinnen und Besucher eingeladen, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Veranstaltungsort: Stadtteilbibliothek Leherheide, Hans-Böckler-Str. 39
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