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Kigiilya. Ein Objekt ist (k)ein Objekt
FOTO: © Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Giuliani von Giese

Kigiilya. Ein Objekt ist (k)ein Objekt

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Ausstellungen zum Thema Kolonialismus sind insbesondere für Kurator*innen mit rassismuskritischer Perspektive eine Herausforderung: Ein großer Teil der Objekte, die gezeigt werden könnten, stammen selbst aus kolonialen – sprich gewaltvollen – Kontexten und verlängern damit die historische Gewalt in die Gegenwart.

Zudem spiegeln die Artefakte, auf die zurückgegriffen werden kann, meist die Perspektive der Kolonisierenden wider. Diese zeigt sich etwa anhand der Objektbezeichnungen, die oftmals kolonial-rassistische Vorstellungen wiederholen.  Auch deshalb werden in Ausstellungen, die sich dem Thema Kolonialismus in seiner Verschränkung mit Rassismus und gegenwärtigen Diskursen annähern, zunehmend künstlerische Interventionen einbezogen.

Ausgehend von der menschlichen Skulptur "kigiilya" beleuchten wir künstlerische Interventionen im Kontext kolonialismuskritischer Ausstellungen und im Zusammenhang mit musealen Kategorisierungslogiken. Im Gespräch mit Christopher Nixon greifen wir die Frage auf, was ein Objekt zu einem Objekt macht. Wie können Artefakte, die ihren Herkunftsgesellschaften entrissen wurden, sich dem Objektstatus entziehen? Wie verhalten sich künstlerische Interventionen zu historischen Artefakten?

BETEILIGTE

Josephine Apraku ist Afrikawissenschaftler*in, Autor*in und Trainer*in für intersektionale rassismuskritische Bildungsarbeit. Als Lehrbeauftragte*r hat Josephine Apraku unter anderem an der Alice Salomon Hochschule und der Humboldt-Universität zu Berlin unterrichtet. Darüber hinaus hat Josephine Apraku als Kolumnist*in für Magazine wie das Missy Magazine, Edition F und den Berliner Tagesspiegel geschrieben. Ihr*sein aktuelles Buch "Kluft und Liebe – Warum soziale Ungleichheit uns in Liebesbeziehungen trennt und wie wir zueinanderfinden" ist im September 2022 bei Eden Books erschienen.

Christopher A. Nixon vertritt seit Januar 2023 die Professur für Soziale Ungleichheit und Sozialpolitik an der Hochschule RheinMain. Er war zuvor als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte der Technischen Universität Dresden tätig. 2020–2021 arbeitete er als Kurator für koloniale Vergangenheit und postkoloniale Gegenwart bei der Stiftung Historische Museen Hamburg und kuratierte dort eine Ausstellung zur kolonialen Verflechtung der hamburgischen Industrie. Seine Forschungsschwerpunkte sind Postkoloniale, Kritische und Politische Theorie, Ästhetik, Sozialphilosophie.

- Sprache: Deutsch

- ab 16 Jahren

- Gruppengröße: maximal 25 Personen

Location

Humboldt Forum Schloßplatz 10178 Berlin
Humboldt Forum
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