FOTO: © Polina Kluss
Kölns jüdische Geschichte — ein immersiver Audio-Walk (Teil 1: Römerzeit bis Mittelalter)
Das sagt der/die Veranstalter:in:
Jüdisches Leben in Köln von der Antike bis in die Gegenwart: „Kölns Jüdische Geschichte“ ist ein performativer Spaziergang durch die Kölner Innenstadt. Er gibt dem jüdischen Leben in Köln über Jahrhunderte eine Bühne – als Erlebnis, das Theater, Video, Musik und Augmented Reality verbindet.
Über ein Jahr lang hat das künstlerische Team von Junges Theater Köln um Regisseurin Svetlana Fourer historische Quellen gesichtet und Gespräche mit Historiker:innen und Zeitzeug:innen geführt. Grundlage des Audio-Walks sind unter anderem jüdische Quellen, wie die Schriften des Chronisten Salomo bar Simeon, die wertvolle Einblicke in das Leben von Kölner Jüdinnen und Juden geben. Die zusammengetragenen Erinnerungen und Zeitzeugnisse verwebt Junges Theater Köln in einer zweiteiligen Performance mit den Originalschauplätzen im heutigen Kölner Stadtraum.
Teil 1: Römerzeit bis Mittelalter
Im ersten Teil bewegt sich das Publikum gemeinsam mit den Performer:innen, den „Bürgern der Stadt“, und Musiker Matthias Bernhold durch die Kölner Altstadt. Dabei wird diese selbst zur Bühne. Im ehemaligen jüdischen Viertel überlagern sich Gegenwart und Vergangenheit. So werden frühere Lebensrealitäten, von der Gründung der ersten jüdischen Gemeinde nördlich der Alpen in der Antike bis zur Vertreibung der jüdischen Gemeinde aus Köln im Jahr 1424, an gegenwärtigen Orten erlebbar.
„Kölns jüdische Geschichte“ ist weder klassische Stadttour, noch lineare Erzählung – es ist eine Einladung, die Stadt neu zu sehen. Das Publikum erlebt Köln als lebendigen Raum, in dem jüdische Geschichte keineswegs abgeschlossen ist, sondern sich überlagert, fortgeschrieben wird und im gemeinsamen Erleben neu erfahrbar wird.
Mehr Infos hier
Besondere Hinweise:
Treffpunkt an den Stufen des Wallraf-Richartz-Museums, 50667 Köln. Danach geht der Audio-Walk durch die Kölner Altstadt. Leider ist der Weg nicht barrierefrei, bitte melden sie sich aber gern im Vorfeld bei uns, wenn sie für zwischendurch eine Sitzgelegenheit benötigen sollten. Sie werden während des Walks Kopfhörer tragen, die von uns an sie ausgeliehen werden, keine eigene Technik notwendig. Der Walk dauert ca. 90 Min, im Anschluss gibt es ein Publikumsgespräch, zu dem wir sie herzlich einladen.
Für weitere Fragen wenden sie sich bitte an:
info@junges-theater-koeln.de
In Kooperation mit MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln und NS-DOK, NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Mitwirkende:
Künstlerische Leitung, Regie: Svetlana Fourer
Dramaturgie: Svetlana Fourer, Henning Bochert, Joalia Nebifeh
Darstellende: Yaroslava Gorobey, Raffael Guerreiro, Carsten Kugele, Nina Rinke, Oleksandra Sahach, Hannah Scholz, Elias Semenov
Stimmen: Matthias Bernhold, Yaroslava Gorobey, Raffael Guerreiro, Imi Paulus, Hannah Scholz, Carsten Kugele, Nina Rinke
Komposition, Audio: Matthias Bernhold
Choreographie: Ilona Pászthy
Augmented Reality und Animation: Saeyun Jung, VAMOS Animation
Video: Lisa Domin-Alouane
Kostüm: Hannah Beeck
Sound, Technik: Daniel Swoboda
Theaterpädagogik: Nina Rinke
Produktionsleitung, Regieassistenz: Regina Bensch
Controlling, Leitung Jugendgruppen: Olga Moldaver
Gefördert von: Aktion Mensch, RheinEnergieStiftung Kultur, Stadt Köln Kulturamt, Bezirksvertretung Innenstadt
****************
DEMNÄCHST (nicht Teil dieses Events):
Teil 2: Gründerzeit bis Nationalsozialismus und Gegenwart
Der zweite Teil des performativen Audio-Walks verlagert den Fokus ins 20. Jahrhundert. Im Belgischen Viertel wird die Geschichten der Kölner Familien Löwenstein, Rosenwald und Schönenberg erzählt. Svetlana Fourer und ihr Team haben dafür Interviews mit Mary Beer, der Tochter der Shoah-Überlebenden Trude Löwenstein, geführt und die Archivmaterialen der NS-Dokumentation Zentrum durchgearbeitet. Ergänzend dazu haben Jugendgruppen Archivmaterial, wie Briefe von Familienmitgliedern, zu einer Audiocollage vertont. So entsteht eine fragmentarische, jedoch unmittelbare Nähe zu diesen Familien. Der Audio-Walk führt das Publikum schließlich in die Gegenwart und öffnet den Blick auf heutige Perspektiven jüdischen Lebens in Köln. In kurzen filmischen Arbeiten kommen junge Menschen zu Wort, die Fragen von Zugehörigkeit, Alltag und Stadtgefühl verhandeln.
Location
Organizer
Weitere Termine von Kölns jüdische Geschichte — ein immersiver Audio-Walk (Teil 1: Römerzeit bis Mittelalter)
Vielleicht gefällt dir auch das?
Noch mehr Events dieser Location-Page