Konzert: Der Pariser Salon von Pauline Viardot - mit Nicholas Doig

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Konzert: Der Pariser Salon von Pauline Viardot - mit Nicholas Doig

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Pauline Viardot war Sängerin, Komponistin und Gastgeberin eines der bedeutendsten Pariser Salons des 19. Jahrhunderts. Dieses Konzert von Nicholas Doig widmet sich ihrer musikalischen Welt mit Werken von Viardot und ihren Zeitgenossen.

Pauline Viardot (1821-1910) war eine der wichtigsten musikalischen Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Geboren in Paris zu spanischen Eltern, heiratete sie Louis Viardot in 1840 und siedelte in Paris, wo sie 1870-1883 ihren Salon hatte. Zu Gast waren die wichtigsten Künstler der Zeit: Komponisten wie Frédéric Chopin, Schriftsteller wie Flaubert, Dichter wie Turgenev, und Maler wie Delacroix. Viardot lebte auch zwischenzeitlich 1843-1846 in St. Petersburg und 1863-70 in Baden-Baden.

Die führenden Komponisten der Zeit schrieben Werke für ihre umfangreiche Mezzosopran Stimme. Ihre Verkörperung von „Orphée“ (Gluck) in 1859 wurde mit Superlativen gefeiert, nicht nur für ihr Gesang, sondern auch für ihre epochprägende Schauspiel. Darüber hinaus komponierte sie fünf Kammeropern, 84 Lieder in verschiedenen Sprachen, Stücke für Chor und auch Kammermusik; Franz Liszt feierte sie als „große Komponistin“.

Dieses Konzert erzählt von Viardot und ihrem Salon und zeigt ihren großen Einfluss auf die Musik in Paris. Gounod nannte sie zum Beispiel „Patentante meiner Karriere“. Im Konzert hören wir drei „Mélodies“ komponiert von Viardot, Arien von Glucks „Orphée“, Lullys „Armide“ und Dalyracs „Roméo und Julia“, und „Mélodies“ von Pariser Komponisten Gounod, Faure, und Reynaldo Hahn. Dazu auch Lieder von Viardots deutschen Freunden: Clara Schumann, Robert Schumann und Brahms.

Franz Liszt erzählte in 1859 über Viardots Herkunft:

„Mit ihrem spanischen Naturell, ihrer französischen Erziehung und ihren deutschen Sympathien vereinigt sie die Eigenheiten verschiedener Nationalitäten derart in sich, daß man keinem bestimmten Boden einen ausschließlichen Anspruch an sie zugestehen, sondern die Kunst das Vaterland ihrer freien Wahl und Liebe nennen möchte.“

Dieses Konzert wird von Nicholas Doig moderiert und gestaltet (Moderation, Gesang und Klavier).

Wenn Sie mehr über das Leben von Pauline Viardot erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen die achtteilige Podcast-Reihe von France Culture „Le fabuleux destin de Pauline Viardot“.

Location

Institut francais Bremen
Institut francais Bremen Contrescarpe 19 28203 Bremen

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