Und wo steht die amerikanische Musik heute? 1827 widmete Goethe »Den Vereinigten Staaten« ein oft zitiertes Gedicht: »Amerika, du hast es besser / Als unser Kontinent, das alte, / Hast keine verfallene Schlösser / Und keine Basalte. / Dich stört nicht im Innern, / Zu lebendiger Zeit, / Unnützes Erinnern / Und vergeblicher Streit.« Tatsächlich war die Unbefangenheit der amerikanischen Musik, frei von den Traditionen der Alten Welt, lange ein Garant für »unbegrenzte Möglichkeiten« – wenn auch, dem System des Sponsorings geschuldet, nie ganz frei von Sachzwängen. Die Unabhängigkeit, die sie sich erkämpft hat, ist ein Gut, das letztlich auch über alle politischen und gesellschaftlichen Veränderungen hinweg Bestand haben wird.
Mitwirkende:
Michael Stegemann