Als die (damals noch nur 13) Vereinigten Staaten von Amerika am 4. Juli 1776 ihre Unabhängigkeit von Großbritannien erklärten, gab es bereits ein reges Musikleben in der Neuen Welt, das freilich weiterhin von europäischen Auswanderern geprägt war: Dazu gehörten typische Tanzmusiken (wie Country und Square Dances), aber auch Kammermusiken und Lieder für die bessere Gesellschaft. Entscheidend für die musikalische Unabhängigkeit waren dann um die Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem zwei Komponisten: Stephen Foster (1826 – 1864), dessen Songs wie »Camptown Races« oder »My Old Kentucky Home« bis heute weltberühmt sind, und der Pianist Louis Moreau Gottschalk (1829 – 1869), dessen virtuose Klavierwerke für Amerika etwa so wichtig waren wie Franz Liszts Ungarische Rhapsodien für Ungarn. Und dann gab es da natürlich noch den Militärkapellmeister John Philip Sousa (1854 – 1932) und seine Märsche.
Mitwirkende:
Michael Stegemann