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Krank gespart - wer profitiert, wer leidet? Auswirkungen der Gesundheits“reformen“
Das sagt der/die Veranstalter:in:
Wenn in Berlin von Reformen die Rede ist, dann zuckt man unwillkürlich zusammen. Ob es um Krankenkassen, die Pflege oder bereits in der letzten Legislatur um die Krankenhäuser geht: Diese Art von Reformen ist immer verbunden mit schlechten Nachrichten für Patient*innen, Pflegebedürftige, Beschäftigte im Gesundheitssystem und pflegende Angehörige.
Die Behauptung: Es fehle an Geld und das Gesundheitssystem sei zu teuer. Die Frage: Warum drängen dann immer mehr Finanzinvestoren in dieses System, übernehmen Praxen und Versorgungssysteme? Bestimmt nicht, weil sie ihr Herz für unsere Gesundheit entdeckt haben, sondern aus unserer Krankheit Profit schlagen wollen
Unsere Gesundheit wird auf dem Markt gehandelt – das ist der grundsätzliche Fehler der sogenannten Reformen der letzten 30 Jahre. In Wahrheit widersprechen sich Marktlogik und eine gute Gesundheitsversorgung.
An dieser Grundlogik ändern die aktuellen Maßnahmen der Regierung nichts – im Gegenteil, sie bauen sie weiter aus: So wird zum Beispiel das mühsam erkämpfte Pflegebudget gedeckelt und eine Personalbemessung gekippt, die zumindest teilweise die Folgen der Fallpauschalen abfedern sollte.
Die "fehlenden Milliarden" in den Krankenkassen sollen die Versicherten und Beschäftigten zahlen, obwohl allein 20 Prozent der Leistungen eigentlich aus Steuergeldern finanziert werden müssten, weil diese nicht zu den eigentlichen Aufgaben der Krankenkassen gehören. Eine wirkliche Reform wäre, wenn alle Einkommen zur Finanzierung eines solidarischen Gesundheitssystems herangezogen würden, also auch Einkommen aus Vermögen und Immobilien.
Unser Referent Felix Ahls, Co-Vorsitzender des vdää (Verein Demokratischer Ärzt*innen), wird beim 35. politischen Kaffeeklatsch auf die Risiken und Nebenwirkungen der "Reformen" eingehen und stellt Ansätze für Reformen vor, bei denen die Verbesserung der Gesundheitsversorgung im Zentrum steht.
Der Kaffeeklatsch am 06. September 2026 ab 16 Uhr in der KoFabrik Bochum versteht sich als Teil einer Mobilisierung zu den Sozialprotesten.
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