Schauspiel
Theater am Goetheplatz
nach Lew N. Tolstoi
Fassung von Armin Petras
Regie: Armin Petras
In Tolstois monumentalem Werk spiegeln sich die großen philosophischen Fragen und historischen Ereignisse im Schicksal einzelner Menschen in Russland zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Roman formuliert ein Weltbild, das Geschichte nicht allein als Kausalkette begreift, sondern auch ihren Einfluss auf das Leben jedes Einzelnen in den Vordergrund stellt. Die skizzenhafte Annäherung an diesen Geschichtsepos um das Schicksal dreier Adelsfamilien zur Zeit der Napoleonischen Kriege beschäftigt sich nicht nur mit den Fragen, wie machtpolitische Interessen sich mit privaten Glücks-, Liebes- und Lebensträumen verbinden, sondern auch mit der Emanzipation der Frauen jener Zeit zu selbstbewussten, handelnden Figuren in einer Welt voller Veränderungen und Umbrüchen. Regie und Ensemble ringen um einen künstlerischen Ausdruck für weltweite Kriegssituationen. Zwischen Frontkämpfen und Salontratsch, zwischen Ehe- und Feldbetten sucht die Inszenierung nach Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten.
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