Kunstspäti. Grüne Moderne und das Museum von Morgen

Lebt ihr mit Zimmerpflanzen? Besitzt ihr Kleidung mit Blumenmuster, vielleicht ein Kleid, vielleicht ein Hawaii-Hemd? Folgt ihr plantfluencern auf Social Media? Die Ausstellung Grüne Moderne. Die neue Sicht auf Pflanzen geht all diesen Phänomenen von der Moderne aus nach. Sie zeigt, wie der kleine Grüne Kaktus mit dem Kolonialismus zusammenhängt, wie neue visuelle Medien unsern Blick auf Pflanzen veränderten – damit aber auch zugleich das Selbstverständnis von uns Menschen – und wie Ideologien beeinflussen, was wir mit und durch Pflanzen kommunizieren können: z.B. Modernität, Gender und Macht.

Grüne Moderne und das Museum von Morgen! Bei diesem Kunstspäti haben wir wieder interdisziplinäre Führungen für euch durch die neue Ausstellung im Museum Ludwig zusammengestellt.
Sie ist neben ihrer inhaltlichen Thematik auch deshalb super-spannend für uns, weil sie praktisch Lösungen für die Frage sucht, wie ein Museum nachhaltig Ausstellungen machen kann. Angesichts der Klimakatastrophe, in der wir uns befinden eine drängende Frage, die schnell beantwortet werden muss! Nachhaltigkeit wird hier ganzheitlich gedacht: neben den Auswirkungen auf unsere
Umwelt spielen auch menschliche Ressourcen dabei eine Rolle. Der Internationale Museumsbund ICOM hat in seiner lange diskutierten Neudefinition des Museums an zentraler Stelle den Passus: „
[…] museums foster diversity and sustainability.“ aufgenommen. Heißt das, Museen, die sich nicht mit Fragen der Nachhaltigkeit befassen sind bald keine mehr? Und wie kann ein Museum überhaupt nachhaltig funktionieren? Müssen neben Wechselausstellungen auch tief im musealen Selbstverständnis wurzelnde Praktiken des Sammelns und Bewahrens überdacht werden? Was bedeutet es für unser kulturelles Gedächtnis möglicherweise auf eine dauerhafte Bewahrung von Objekten zu verzichten? Allein dass wir uns mit solchen Fragen beschäftigen können, macht deutlich: Die Auswirkungen des menschgemachten Klimawandels sind sehr ungleich verteilt.

Während ganze Weltregionen – vor allem im globalen Süden – auf absehbare Zeit unbewohnbar werden, können wir uns mit der Frage beschäftigen, wie lange wir unser Kulturgut noch klimatisiert bewahren können. Diese und noch mehr Fragen hoffen wir in unserem gemeinsamen Couchgespräch mit der Kuratorin Dr. Miriam Szwast zu klären.

Programm

18:15 Katja Zakharova (freunde): Sags durch die Blume

 
18:15 Patricia Engel (freunde): Sexualität und Binarität. Die Pflanze als ideologisches Symbol

19:00 Kristof Efferenn (Medienrestaurator, Museum Ludwig) über Das Blumenwunder, 1926 – Personen, Farbe und die Zeit

20:00 Grüne Moderne und das Museum von Morgen. Gespräch mit Dr. Miriam Szwast

21:00 Dr. Leonie Weber (CEPLAS Excellenzcluster für Pflanzenwissenschaften): Biologie und Kunst. Die Ausstellung aus der Sicht einer Pflanzenwissenschaftlerin 

21:15 Katja Zakharova (freunde): Sags durch die Blume

Es ist keine Voranmeldung nötig – kommt einfach vorbei! Mitglieder der freunde haben freien Eintritt, Gäste zahlen 7 €.

Preisinformation:

Mitglieder der Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig e.V. haben freien Eintritt.

Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele

Location

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln

Organizer

jungekunstfreunde
Martinstraße 39
50667 Köln

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