Titelbild der Veranstaltung Kuratorinnenfürung: Vier Wände voller Kunst

FOTO: © Max Liebermann, Wäschetrocknen – Die Bleiche, 1890, Öl auf Holz, Museum Kunst der Westküste, Alkersum / Föhr, Dauerleihgabe aus Privatbesitz

Kuratorinnenfürung: Vier Wände voller Kunst

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Das sagt der/die Veranstalter:in:

Kuratorinnenführung in der Ausstellung 
Eintritt: 12 € / 6 €, ohne Anmeldung

 

Worum gehts? 

 

Vier Wände voller Kunst präsentiert Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier aus den Privatsammlungen von elf jüdischen Familien aus Leipzig: Erna und Wilhelm Breslauer, Antonie (Toni) und Hermann Halberstam, Franziska und Max Heilpern, Margarete und Max Hermann Heine, Martha und Henri Hinrichsen, Clara (Cläre) und Gustav Kirstein, Moritz Kraemer, Karl Lilienfeld, Marie und Friedrich Nachod, Laura (Lore) und Carl Sonntag sowie die Brüder Moritz und Julius Ury. Die Biografien der Familien sind eng mit der Geschichte des MdbK verwoben.

 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Leipzig eine wirtschaftlich und kulturell prosperierende Metropole und jüdische Familien waren wichtige Akteurinnen im kulturellen Leben der Stadt – bis sie durch die Gräuel und Verbrechen des Nationalsozialismus nahezu in Vergessenheit gerieten. Ihnen und ihrem vergessenen Engagement ist das MdbK seit über zwei Jahren intensiv nachgegangen und würdigt nun erstmals den herausragenden Beitrag jüdischer Familien für die bildende Kunst in Leipzig in einer Ausstellung.

 

Mit Gründung der Israelitischen Religionsgemeinde 1847 wuchs Leipzigs jüdische Bevölkerung stetig, bis sie 1925 mehr als 13.000 Menschen umfasste. Damit stellte Leipzig die sechstgrößte jüdische Gemeinde in Deutschland. Eine ausgeprägte Sammelkultur führte zu umfangreichen und qualitätvollen Privatsammlungen und durch großzügiges Mäzenatentum förderten die jüdischen Familien Künstler*innen und Museen der Stadt. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden die Mitglieder der jüdischen Familien ebenso wie diejenigen, die nach den antisemitischen Gesetzen als jüdisch kategorisiert waren, entrechtet, verfolgt, ausgeraubt, vertrieben und ermordet. Die Ausstellung möchte für diesen immensen und irreversiblen Verlust sensibilisieren, die die nationalsozialistische, rechtsextreme Radikalisierung der Politik für das Leipziger Kulturleben verursacht hat.

 

Die Sammlungen der elf Familie umfassen Kunstwerke des Französischen und Deutschen Impressionismus, der Klassischen Moderne sowie von weiteren herausragenden Vertreter*innen der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Stilistisch spiegeln die Sammlungen damit das Spektrum einer bürgerlichen Kultur wider. Gleichzeitig förderten die Sammler*innen Künstler*innen und waren mit ihnen und untereinander freundschaftlich, zum Teil familiär verbunden. Gemeinsam engagierten sie sich aktiv in Vereinen und Clubs für Kultur und bildeten eine eng vernetzte Interessensgemeinschaft.

 

Die Ausstellung geht den Themenkomplexen Kunstrezeption, Kunstmarkt und Kunstpatronage entlang der individuellen Biografien nach und macht die vielschichtigen Verflechtungen anschaulich. Historische Fotos, Publikationen und Archivalien erzählen ergänzend zu den Kunstwerken vom Leben der Familien und ihrer Mitglieder.

 

Die Ausstellung wird von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Friede Springer Stiftung, der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen gefördert. Eine Kooperation mit "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026".

 

Das Programm für Bildungseinrichtungen findet ihr hier

Location

Museum der bildenden Künste Leipzig
Museum der bildenden Künste Leipzig Katharinenstraße 10 04109 Leipzig

Angaben zur Barrierefreiheit

Alles zum Thema Barrierefreiheit bei Rausgegangen findest du hier.

Ort barrierefrei für Rollstuhlnutzende

Dieses Piktogramm gibt an, dass dieser Veranstaltungsort für dich als Rollstuhlnutzende:r zugänglich ist. Alle wesentlichen Bereiche erreichst du stufenfrei – über Rampen oder Aufzüge. Die Türen sind mindestens 90 cm breit, und im Saal gibt es Rollstuhlplätze.

Hinweis vom Veranstaltenden:

Das MdbK ist für Besucher*innen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Die Museumseingänge Katharinenstraße und Böttchergäßchen sowie alle Ausstellungs- und Servicebereiche sind ebenerdig zugänglich. Die Türen können automatisch geöffnet werden und sind mit Kontrastmarkierungen versehen.

Diese Angabe gilt für dieses Event und wurde von den Verantwortlichen selbst gemacht.

Barrierefreie Toilette

Dieses Piktogramm gibt an, dass es vor Ort eine barrierefreie Toilette gibt: mit Haltegriffen, höhenverstellbaren Spiegeln und ausreichend Platz zum Manövrieren (mindestens 150 × 150 cm bei Drehflügeltür, 120 × 190 cm bei Schiebetür). Die Türbreite beträgt mindestens 90 cm.

Hinweis vom Veranstaltenden:

Barrierefreie Toilette befinden sich im Erdgeschoss im Museumscafé und im Untergeschoss des Museums, das über einen Aufzug erreichbar ist. Die Türen können über einen Taster geöffnet werden.

Diese Angabe gilt für dieses Event und wurde von den Verantwortlichen selbst gemacht.

Ort zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung

Dieses Piktogramm gibt an, dass in dieser Location wesentliche Bereiche ohne weite Laufwege erreichbar sind. Es gibt keine oder nur einzelne Treppenstufen, und es stehen ausreichend Sitzgelegenheiten zur Verfügung.

Hinweis vom Veranstaltenden:

Das MdbK ist für Besucher*innen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Die Museumseingänge Katharinenstraße und Böttchergäßchen sowie alle Ausstellungs- und Servicebereiche sind ebenerdig zugänglich. Die Türen können automatisch geöffnet werden und sind mit Kontrastmarkierungen versehen.

Diese Angabe gilt für dieses Event und wurde von den Verantwortlichen selbst gemacht.

Assistenzhunde willkommen

Dieses Piktogramm gibt an, dass dein Assistenzhund bei dieser Veranstaltung herzlich willkommen ist und in den Saal mitgenommen werden kann.

Diese Angabe gilt für dieses Event und wurde von den Verantwortlichen selbst gemacht.

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