Das letzte Lagerfeuer Deluxe vor der Sommerpause im King Georg kommen wir mit einem absoluten All Star Programm um die Ecke. Abers seht und hört selbst:
„Meine Musik soll so klingen, als würde Ray Charles Songs der Arctic Monkeys interpretieren“, bringt es Jan selbst auf den Punkt und nennt mit den Ikonen aus Blues und Indierock dabei nur zwei seiner zahlreichen Einflüsse: Unüberhörbar spricht aus jedem Song auch die Sozialisation mit 90er-Britpop, die melodiöse Ästhetik der Beatles und pulsierende HipHop-Perkussivität. Den eigenen, inneren Dämonen blickt der 40-jährige in seinen Texten dabei ohne Rücksicht auf Verluste ins Auge: Bei den autobiographisch entstandenen Konfrontationen mit Depressionen bis hin zum selbstreflexiven Seelenstriptease über den eskapistischen Reiz der Selbstzerstörung macht Jan aus seiner Seele keine Mördergrube und inspiriert mit dieser Schonungslosigkeit, es ihm gleichzutun.
Diese unverkennbare Magie, wenn genau die richtigen Köpfe zusammenkommen und alles auf wunderbare Weise harmoniert, bleibt das wertvollste Merkmal zeitloser Musik. Unerklärlich sind solche Vorgänge meistens, wie auch bei MORLEY. Fest steht: Die organische Leichtigkeit, mit der ihr mehrstimmiger Harmoniegesang durch die Atmosphäre schwebt, ist außergewöhnlich. Zwischendurch klingt es fast so, als würden ihre Stimmen liebevoll Händchen halten. Völlig organisch sind MORLEY irgendwann bei ihrem ebenso intimen wie emotional aufgeladenen Folkpop-Sound gelandet. Akustikgitarre, Ukulele und E-Bass ergänzen sich darin genauso wie die drei Gesangsstimmen, während die dazugehörigen Songs oft komplexer sind als typischere Folkpop-Lieder. Vor allem durch diese raffinierten Harmonien wird deutlich, dass alle drei Sängerinnen ursprünglich aus der Jazz-Welt stammen. MORLEY ist jedoch poppiger und damit Musik, die jeden berührt.
Friedemann Weise ist Comedian, Liedermacher, Satiriker und Autor aus Köln. Seit 2007 veröffentlicht er Musik, seit 2012 ist er live hauptsächlich auf Kleinkunst- und Comedybühnen unterwegs. Als Autor schrieb und schreibt u. .a. für Extra3 (NDR, Das Erste), heute show (ZDF), Kroymann (das Erste) und die Titanic.
Er ist regelmäßiger Gast in der heute show, war musikalischer Quizonkel bei Carolin Kebekus’ Pussy Terror TV (WDR, Das Erste) und hat er eine eigene Fotokolumne im Kölner Monatsmagazin StadtRevue. Sein erstes Soloprogram “Der große Kleinkunstschwindel” wurde 2013 mit dem großen Passauer Scharfrichterbeil ausgezeichnet. Zur Zeit ist er mit seinem zweiten Programm “Die Welt aus der Sicht von schräg hinten” unterwegs. Unter gleichem Titel erschien im Herbst 2016 sein ersten Buch beim Ullstein-Verlag.
„Ich poste jetzt so lange Videos von Friedemann Weise, bis er endlich der Star ist, der er gefälligst zu sein hat!“ (Jan Böhmermann) (Er hat allerdings nicht gesagt, wann er das macht. Trotzdem Danke für den Böhmi-Bump)
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