In diesem Tanztheaterstück begreift die Choreografin Josefine Malakçi mit ihrem Ensemble Grenzen nicht als feste Linien, sondern als vielschichtige Phänomene– sozial, emotional, physisch und politisch. Im Kontext von Migration, erforscht die Performance, wie wir uns in einer Welt voller unsichtbarer und sichtbarer Barrieren verorten. Am Anfang sehen wir jede Tänzerin alleine in einem kleinen, beengten Raum (Box), dessen Grenzen unüberwindbar erscheinen, bis sie in den Zwischenraum (Beziehungsraum) treten. Aushandlung, Erinnerungen und die eigene Positionierung im umstrittenen Raum stehen nun im Vordergrund. Im Verlauf des Stücks wird aus dem Agieren und Aushandeln im Zwischenraum ein neuer, offener Raum, in dem jede ihre individuellen Spuren hinterlässt. Wo verorten wir uns in einer Landschaft aus Grenzen? Können wir Grenzen neu denken? Und wie gestalten wir den gemeinsamen Raum aktiv mit? Die Fragen sind gleichermaßen Anregung und Impuls. Im Anschluss an die Performance öffnen wir den Raum für einen entspannten Publikumsdialog.
Spiellänge, ca. 50 Min., ab 12 Jahre