Die Felder glühen im letzten Licht, ein trockener Wind wirbelt Staub über den Asphalt. Dort, wo die Stadt aufhört und die Leere beginnt, steht Lener im offenen Scheunentor. Die Fender Strat hängt tief, die Jacke zu groß, die Augen scharf. Eine Gestalt wie ein Echo aus einer anderen Zeit oder einer, die noch nicht ganz existiert. Aufgewachsen auf einem abgelegenen Hof am Ende der Stadt Freising, zwischen Waldrand und horizontaler Brache. Viele Jahre dröhnten ihre verzerrten Gitarren in der leeren Scheune, durch den alten Bretterverschlag in die Einöde. Nachts zirpte und heulte der anliegende Wald. Auf Suche nach Hexen und Gespenstern schlich Lener mit ihren Drillingsschwestern durch die Bäume, später auf der Pirsch nach magischem Material für ihre ersten Songs.
Leners Songs sind Hymnen auf das, was war, was hätte sein können, und auf den Mut, trotzdem weiterzugehen. „Maybe in another life“, singt sie, während das Schlagzeug wie eine rasende Gedankenflut darunter brodelt. Eine Hymne für all die Entscheidungen, die nicht getroffen wurden, für all die Abzweigungen, die ins Ungewisse führten. Eine Zeile für diejenigen, die nachts wach liegen und sich fragen, was passiert wäre, wenn, doch genau darin liegt ihre Kraft: in der Erkenntnis, dass es egal ist. Dass jede Richtung eine ist, solange sie sich echt anfühlt.
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