FOTO: © © Anna Giulia Zeller / LfB

Lesefestival antifaschistische Literatur: Meisterwerke der NS-Satire und was sie uns lehren. Wolfgang M. Schmitt im Gespräch mit Jan Drees und Maximilian Mengeringhaus

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Wo die politische Wirklichkeit sich in groteske Grausamkeit verwandelt und rechte Akteure von Schicksal und Tiefe raunen, wird das Lachen zum widerständigen Akt. Die literarische Satire blüht immer dann, wenn die Zeiten düster sind. Deshalb mag es nicht verwundern, dass während des Nationalsozialismus viele Literaten zu satirischen Mitteln griffen, um die Lage zu analysieren. Manche dieser Texte sind kaum mehr bekannt, etwa Otto M. Knabs »Kleinstadt unterm Hakenkreuz« (1934) oder selbst Walter Mehrings »Die Nacht des Tyrannen« (1937). Andere Satiren aber erfreuen nach wie vor das Publikum, sind von hoher literarischer Qualität und auch in Neuauflagen auf dem Buchmarkt erhältlich. Im Gespräch geht es um Klaus Manns »Mephisto. Roman einer Karriere« (1936), Bertolt Brechts Stück »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« (1941) und um »Dritte Walpurgisnacht« (1933) des Satirikers Karl Kraus. Der Blick soll dabei nicht nur zurück, sondern auch in die Gegenwart führen. Was können literarische Satiren angesichts des omnipräsenten Rechtsrucks leisten? Ist unser Lachen eher fatalistisch oder revolutionär?

Preisinformation:

ermäßigt: 6 €

Location

Literaturforum im Brecht-Haus
Literaturforum im Brecht-Haus Chausseestraße 125 10115 Berlin
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