Letzter Tag der Ausstellungen in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur - zwei Führungsangebote zum Abschluss!
Nur noch bis einschließlich zum kommenden Sonntag, 21. Januar, sind die Landschaftsphotographien von Simone Nieweg (*1962) und August Kotzsch (1836–1910) in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur im Kölner Mediapark zu sehen – eine spannende Begegnung zwischen zeitgenössischer und historischer Photographie.
Für Simone Nieweg ist der Blick in die Natur und die vom Menschen nutzbar gemachten Bereiche Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Arbeit: alternative Kleingärten, Grabeland, Wiesenstücke, in Wildwuchs übergehende Felder, Gemüsebeete, gepflügte Acker oder blühende Obstbäume, aber auch mit einfachen Mitteln errichtete Bauten.
August Kotzsch gehört zu den frühen Meistern der deutschen Photographie. Landschaftsausschnitte, Gartenwinkel, Stillleben, die Früchte der eigenen Ernte, aber auch Häuser und Höfe in seiner Heimatregion Loschwitz bei Dresden sind die Motive.
Ebenso endet die Ausstellung „Das Becherhaus in Mudersbach“ der Künstlers Laurenz Berges (*1966). Im Mittelpunkt steht ein über drei Generationen genutztes Fachwerkhaus im Siegerland. Ursprünglich von den Großeltern des Photographen Bernd Becher (1931–2007) bewohnt, verflechten sich dort verschiedene Biografien. Dies spiegelt sich in der Einrichtung der Räume und in den zahlreichen Hinterlassenschaften wider.
Am Sonntag, 21. Januar, dem letzten Tag der Ausstellungen, findet um 15 Uhr nochmal eine öffentliche Führung statt. Zu den Tickets geht es hier.
Um 17 Uhr steht der thematische Rundgang unter der Fragestellung „Der Mensch für und gegen die Natur?“.
Hier geht es zu den Tickets für die thematische Führung um 17 Uhr.
Die Motive von Simone Nieweg und August Kotzsch bieten Einblicke in ein Mensch-Natur-Verhältnis vom 19. bis ins 21. Jahrhundert reichend. Die triste Weite eines Ackers, die romantisch wirkende grüne Baumpracht oder die hart arbeitende Landwirtin sollen dazu anregen, philosophisch und historisch in eine Reflexion zu sich selbst zu gehen und gleichzeitig die gesamtgesellschaftlich anthropologische Ebene zu beleuchten.