FOTO: © Jens Standke

LIQUID

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Media-Walk: Teil 2 des Zyklus 4Life: Erde Wasser Feuer Luft.
Ausgezeichnet mit dem Kurt-Hackenberg-Preis für Politisches Theater

Tickets: 18,- / erm. 11,- zzgl. Gebühr,
Reservierung unter: info@wehr51.com, 0160 8020996.

Der Walk verfolgt die Bedeutung von Wasser auf seinen verschlungenen Wegen von der Tiefsee bis in die Großstadt, von den kalten Polen bis zur Verkehrsader Rhein, von den unterirdischen Abwasserkanälen bis in die Gehörgänge. Dem Wasser zuhören, ihm eine Stimme geben und für seine Rechte kämpfen, ist ein Leitthema der Performance, das eine große politische Dimension hat, gilt es doch der Natur, Territorien, Flussläufen, Habitaten, Tieren, Meeren und Pflanzen juristische Rechte einzugestehen. Rechte, die einklagbar sind. Denn Wasser ist eine lebenswichtige Ressource, die die großen Konzerne als Konsumartikel erkannt haben, die durch Industrie, Lebensstil und Unachtsamkeit immer stärker verschmutzt und verknappt wird. Der Ursprung des Lebens, bedroht, gewaltig und gewalttätig, eiskalt und luftig, nicht zu greifen und doch umwerfend, schön und schrecklich, Grab und Lebensquell zugleich. In der Klimakatastrophe offenbart das Wasser mit dem Meeresspiegel- und Temperaturanstieg die ganze Bandbreite seine Kraft und Verletzbarkeit.

Aus der Laudatio:
"Dem Wasser zuhören. Die Naturwissenschaften haben die molekularen Eigenschaften des Wassers längst entschlüsselt, und so ist es nur konsequent, wenn sich zu der erzählenden Stimme via Kopfhörer noch eine Performerin mit einem mobilen Labor gesellt, um das Publikum auf seinem Weg zum Wasser gen Rhein zu geleiten. Diese erklärt Aggregatzustände, beschreibt, wie das Wasser auf die Erde kam und warum der Mensch den Umgang mit den Ressourcen unbedingt verändern muss. ... Das Konzept der künstlerischen Intervention im öffentlichen Raum kommt auf diese Weise seiner Idee, neue Perspektiven für gesellschaftliches und politisches Handeln in Gang zu setzen, so nahe, wie es selten zu sehen ist. Dem Wasser zuhören: ein politischer Akt ganz im Sinne des Kurt-Hackenberg-Preises. Die Jury würdigt mit der Auszeichnung nicht nur die künstlerische Qualität, sondern auch die Klugheit und den Mut des WEHR51, die Stadt und ihren Fluss zur Bühne zu machen, um über neue Perspektiven für die dringende politische Aufgabe des Schutzes und des Erhalts der natürlichen Ressourcen nachzudenken."
(2024 Dr. Sandra Nuy, Jurymitglied)

Künstlerische Leitungen: Andrea Bleikamp, Jens Standke, Rosi Ulrich / Regie: Andrea Bleikamp / Texte/Dramaturgie: Rosi Ulrich / Video: Jens Standke / Produktionsleitung: Anke Schmitz / Mit: Asta Nechajute, Anna Möbus / Raumgestaltung: Claus Stump / Kostüm: Paula Noller / Regieassistenz: Gina Bensch / Lichtdesign / Technik: Jan Kutscher, Kevin Defraey

Eine Produktion von WEHR51 in Kooperation mit Freihandelszone Ensemblenetzwerk Köln

Location

Ebertplatz Ebertplatz 50668 Köln

Organizer

Wehr51

Hol dir jetzt die Rausgegangen App!

Sei immer up-to-date mit den neuesten Veranstaltungen in Köln!