FOTO: © BR/LMN-Berlin
Lucerne Festival Contemporary Orchestra mit Jörg Widmann bei der BR musica viva
Das sagt der/die Veranstalter:in:
räsonanz-Stifterkonzert der Ernst von Siemens Musikstiftung
Die abendfüllende, eruptive Tutuguri-Musik von Wolfgang Rihm – ein imaginär-monumentales Poème dansé freigesetzter Energie. Antonin Artaud hatte in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Mexiko einer Peyote-Zeremonie des indigenen Tarahumara-Volkstammes beigewohnt, die ihn einen literarischen Text voller archaischer Rituale und rauschhafter Halluzinationen assoziieren ließ. Dieser löste rund 50 Jahre später bei Wolfgang Rihm die Vorstellung einer Musik »im Rohzustand« aus, einer Musik, die nicht mehr sein sollte und wollte, »als sie selbst, nackt«.
Zur Eröffnung der musica viva-Saison 2026/27, kommt die Tutuguri-Musik nach München. Diesmal mit den neugierigen und zu allem entschlossenen Studierenden des Lucerne Festival Contemporary Orchestra unter der Leitung von Jörg Widmann.
Programm:
Wolfgang Rihm [1952–2024]
Tutuguri
für großes Orchester, Schlagzeuger, Chor vom Tonband und Sprecher [1980–82]
Poème dansé nach dem Gedicht Tutuguri aus dem Hörspiel Pour en finir avec le jugement de dieu von Antonin Artaud
I. Bild (Anrufung … das schwarze Loch …)
II. Bild (schwarze und rote Tänze … das Pferd …)
III. Bild (der Peyotl-Tanz … die letzte Sonne … der schreiende Mann …)
IV. Bild (Kreuze … das Hufeisen … die sechs Männer … der Siebte …)
Mitwirkende:
Michael Engelhardt Sprecher
N.N. Schlagzeuggruppe
Christoph Sietzen Schlagzeug und Einstudierung
Markus Güdel Licht
Maxime Le Saux Klangregie
Lucerne Festival Contemporary Orchestra
Jörg Widmann Leitung
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