Bevor es in die Sommerpause geht, erinnert Christoph Wenzel an die Lyrikerin Ilse Kibgis. Die gebürtige Gelsenkirchnerin fand prägende Bilder für das Leben und Arbeiten im Ruhrgebiet und schrieb Gedichte über Menschen, die sie dort auf der Straße traf, wie zum Beispiel die Pommesfrau.
"Die Wahrzeichen meiner Stadt sind eingemottete Bergwerke." Ilse Kibgis, 1984, "Meine Stadt ist kein Knüller in Reisekatalogen", Oberhausen: Assoverlag
Christoph Wenzel schreibt Lyrik und Essays und lebt in Aachen. Zuletzt erschien "landläufiges lexikon" (EditionKorrespondenzen, 2022). Für seine Gedichte wurde er vielfach ausgezeichnet und erhielt u. a. den Alfred-Gruber-Preis beim Lyrikpreis Meran, den Literaturpreis der GWK, das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium sowie den Dresdner Lyrikpreis. Danach: für das Literaturbüro NRW kuratiert er die fortlaufende Instagram- Lyrikanthologie @fluss_laut und aktuell widmet er sich vermehrt der Inszenierung von Literatur im öffentlichen Raum.
Eine Veranstaltungsreihe des Literarischen Schreibens der Kunsthochschule für Medien und der Stadtbibliothek Köln. Die Lunch Lectures werden gefördert von der Victor Rolff Stiftung sowie vom Rektorat der Kunsthochschule für Medien.