Im verarmten iranischen Kurdistan, wo das Zagros-Gebirge die Grenze zum Irak bildet, kämpfen die Menschen ums Überleben. Über bis zu 3.000 Meter hohe eisige Pässe bringen sie Zigaretten, Alkohol oder Kleidung. Von diesen »Kolbar« genannten Lastenträger:innen kommen jedes Jahr mehrere Dutzend zu Tode – als Opfer iranischer Grenzbeamter, durch Landminen, Lawinen oder die eisige Kälte. In »Papiervögel« schließt sich Jalal, ein Ingenieur, den Männern seines Dorfes zu einer dieser Schmugglertouren an, während im Dorf eine junge Frau auf seine Rückkehr wartet. Für einen 12-jährigen Lastenträger faltet er einen Papiervogel und fordert den Jungen auf, sich vorzustellen, dass dieser Vogel überall hin fliegen kann. Denn die Vorstellung sei der erste Schritt, etwas Realität werden zu lassen. »Papiervögel« reiht sich damit ein in unser Jubiläumsprogramm »25 Jahre Literaturhaus – Schweben. Ein Kontrastprogramm in schweren Zeiten« und webt mit stiller Präzision eine Welt aus Liebe, Mut, sozialer Härte – und Zuversicht. Mana Neyestani, 1973 in Teheran geboren, ist Comiczeichner und Illustrator. Er gilt als einer der wichtigsten politischen Karikaturisten des Iran und lebt zurzeit in Paris.
In Kooperation mit dem Institut français Stuttgart im Rahmen der Stuttgarter Comictage 2026
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