Matea ist in der 3a und weiß: Alles macht irgendwie Sinn in der Welt. Der See macht Sinn, weil Tiere darin leben und sie darin so wunderbar schwimmen kann. Fahrradfahren macht Sinn, weil man dann schneller zum See kommt. Selbst Weinen macht Sinn, weil Traurigkeit wie ein Hochwasser im Herz ist – und das nimmt dann ab. Nur die Buchstaben machen keinen Sinn. Sie rennen davon, verstecken sich, verdrehen und verwandeln sich. Und dann soll sie auch noch einen Aufsatz über ihr schönstes Ferienerlebnis schreiben…
Ihr Herzensfreund und Halb-Cousin Otto dagegen hält ein Buch zwischen sich und die Welt. Er kann alles lesen – und das macht er auch. Er schreibt wie gedruckt, Buchstaben beruhigen ihn wie nichts anderes. Aber nicht einen kleinen Zeh würde er in den See stecken.
Matea, Otto und die Buchstaben erzählt von Freundschaft, von der Liebe zur Sprache und davon, dass Lernen viele Wege hat. Ein poetisches Stück über Legasthenie, Mut und die Frage: Wer bestimmt eigentlich, was klug ist?