Mei Semones spielt dieses Jahr ein exklusives Open Air Konzert auf der SOMMERINSEL beim Kulturhaus Insel Berlin. Tickets sind ab sofort erhältlich. Präsentiert von FluxFM
Einlass: 18:30 Uhr
Beginn: 19:30 Uhr
„Kein Hinterfragen, kein Grübeln. Ich möchte mein Leben so leben, dass ich die Dinge tue, die mir wichtig sind, und ich finde, jeder sollte so leben“, sagt Mei Semones über ihr gestärktes Selbstbewusstsein. Indem sie ihre charakteristische Fusion aus Indie-Rock, Bossa Nova, Jazz und Chamber Pop kontinuierlich verfeinert und dabei ihr technisches Können an der Gitarre zur Geltung bringt, etabliert sich die 24-jährige Songwriterin und Gitarristin aus Brooklyn rasch als innovative musikalische Kraft. Seit der Veröffentlichung ihrer gefeierten EP „Kabutomushi“ aus dem Jahr 2024, einer Reihe üppig orchestrierter Reflexionen über die Liebe in ihren vielen Phasen, tourte Mei ausgiebig durch die USA, baute sich eine treue Fangemeinde auf und schrieb und nahm ihr mit Spannung erwartetes Debütalbum „Animaru“ auf. Inspiriert von der japanischen Aussprache des Wortes „animal“ ist „Animaru“ der Ausdruck von Meis tiefem Vertrauen in ihre Instinkte – eine Sammlung musikalisch beeindruckender Tracks, auf denen Mei abenteuerlustiger, verletzlicher und selbstbewusster klingt als je zuvor.
Meis neu gewonnene Selbstsicherheit rührt zum Teil von ihren Erfahrungen im vergangenen Jahr her, denn 2024 war ein Jahr des Wandels für die Mei Semones Band. Sie standen unter anderem gemeinsam mit Liana Flores, Elephant Gym und Kara Jackson auf der Bühne, und Mei wechselte in den Vollzeit-Musikbereich. Inmitten der häufigen Tourneen nahmen Mei und ihre fünfköpfige Band das Album im Sommer 2024 bei der Ashlawn Recording Company auf, einem Farmstudio in Connecticut, das von ihrem Freund Charles Dahlke betrieben wird. Zu diesen Sessions brachte sie eine Reihe von Titeln mit, die, ähnlich wie „Kabutomushi“, raffinierte Bekenntnisse zu einer nicht-romantischen Liebe sind: Liebe zum Leben („Dumb Feeling“), Liebe zur Familie („Zarigani“), Liebe zur Musik und zu ihrer Gitarre („Tora Moyo“). „Animaru“ verdeutlicht Meis bezauberndes Spektrum als Songwriterin und Musikerin und enthält einige der anspruchsvollsten und zugleich geradlinigsten Songs, die Mei je geschrieben hat.
Auch wenn ihre Musik von Natur aus Gefühle von Romantik und Sanftheit hervorruft, liegt der Kern des Albums in der gekonnten Balance zwischen Spannung und Entspannung, die Mei und ihre Band schaffen. Oft gibt es innerhalb einzelner Titel Momente, in denen eine zurückhaltende Akustikgitarre von Meis mitreißendem Gesang begleitet wird, die sich dann im Handumdrehen in orchestrale Schwingungen aus mitreißenden Streichern und komplexen Gitarrenrhythmen verwandeln. Der Album-Opener „Dumb Feeling“ ist ein Paradebeispiel dafür: eine Mischung aus Bossa und Samba, ergänzt durch Indie-Rock-Elemente im Refrain, während Mei ihre Zufriedenheit mit ihrem Leben in New York City beschreibt. Mei sucht auf „Animaru“ aktiv nach musikalischen Herausforderungen, wie zum Beispiel in „I can do what I want“, dem technisch anspruchsvollsten Titel des Albums. Dennoch schafft sie es, die schnell abfallenden Gitarrenharmonien und ungeraden Taktarten so klingen zu lassen, als wären sie ein Kinderspiel, während ihre hauchige, beschwingte Stimme die energiegeladene Dynamik des Tracks durchbricht. Das verkörpert das Album als Ganzes – sie singt davon, Dinge auf ihre eigene Art und nach ihren eigenen Bedingungen zu tun, in der Hoffnung, andere zu inspirieren, denselben aktiven Wandel in ihrem eigenen Leben zu vollziehen.
Die schlichten Momente auf „Animaru“ sind ebenso fesselnd wie die Passagen, in denen Mei an der Gitarre brilliert oder ihre Bandkollegen ein komplexes Arrangement zum Besten geben. „Donguri“, eine reduzierte Jazz-Duo-Darbietung mit Akustikgitarre und Kontrabass, ist der einfachste Song, den Mei je geschrieben hat. Er wird zum Leben erweckt, indem Mei (größtenteils auf Japanisch) auf liebenswerte Weise schildert, wie sie sich das Leben als Waldtier vorstellt. Der vorletzte Titel des Albums greift ebenfalls Themen auf, die mit dem titelgebenden „animaru“ zusammenhängen. Das fröhliche, spritzige „Zarigani“, was übersetzt „Flusskrebs“ bedeutet, ist ein nostalgischer Liebesbeweis an ihre Zwillingsschwester, in dem Mei singt: „Wir werden immer füreinander da sein / Ich liebe dich wie meine Gitarre / Ich liebe dich wie keine andere.“ Die Familie ist eine der wichtigsten Lieben in Meis Leben; ihre Mutter, Seiko Semones, gestaltet das gesamte Artwork für ihre Alben und Singles. Auch wenn „Animaru“ ein Bekenntnis zu Meis Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein in dieser Phase ihres Lebens ist, sind es doch die verschiedenen Lieben, von denen sie umgeben ist – ihre Familie, ihre Freunde, ihre Band, ihre Musik –, die ihr die Kraft geben, die Dinge auf ihre eigene Weise zu tun.
„Animaru“, das Debütalbum von Mei Semones, ist ab sofort erhältlich.