USA 2015, Spielfilm, Regie: Don Cheadle, Engl. OF mit dt. UT, 100 min.
Das Biopic widmet sich zwei Tagen im Leben des Jazz-Trompeters Miles Davis, gespielt von Don Cheadle, der hier sein Filmregie-Debüt gibt. Seit Mitte der 1970er lebt Miles zurückgezogen in New York, versucht, mit Drogen seine chronischen Schmerzen und die Erinnerungen an seine Muse und einstige Ehefrau Frances Taylor zu unterdrücken. Ein Album hat er seit Jahren nicht mehr zustande gebracht. Doch dann macht 1980 das Gerücht die Runde, er habe neue Stücke aufgenommen. Musikjournalist Dave Braden wittert eine Topstory und will ein Interview mit Davis erzwingen. Die Begegnung der beiden verläuft dramatisch …
COOL – Ein Miles Davis-Jazzfilmtag
Am 26. Mai wäre Miles Davis (1926 – 1991) 100 Jahre alt geworden, einer der größten Künstler des 20. Jahrhunderts, ein Mann der Wandlungen, der sich rühmte, den Jazz mehrmals grundlegend erneuert zu haben: Vom Bebop zur klanglichen Raffinesse des Cool Jazz, von der erdigen Leidenschaft des Hardbop zum Schillern des modalen Jazz, vom Magnetismus des swingenden Beat zum Groove, zur Trance elektronischer Tanzmusik.
Das UNERHÖRT! Musikfilmfestival Hamburg präsentiert im Metropolis Kino drei Filme, in denen Miles Davis und seine Musik im Zentrum stehen.
Im Rahmenprogramm treten das Trio Rückert Hughes Popple und der DJ Round Table auf - mit Jazz von Bebop bis Dancefloor.
Der mit dem Preis für deutschen Jazzjournalismus ausgezeichnete Hamburger Kulturjournalist Stefan Hentz, dessen Biografie Miles Davis. Sound eines Lebens gerade bei Reclam erschienen ist, gibt einen Überblick über entscheidende Stationen in der künstlerischen Vita und musikalischen Ästhetik des Trompeters und stellt die Filme vor.