FOTO: © Chain Leather Swing, 2009 Chains (galvanized steel), chain snap closings (galvanized steel) dimensions variable Courtesy the artist, © Monica Bonvicini and VG-Bildkunst, Bonn 2022 / Photo: John McKenzie

Monica Bonvicini: I Do You

Ausstellung Kunst Wochenendtipp

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Die Neue Nationalgalerie widmet der Künstlerin Monica Bonvicini in der oberen Halle eine Einzelausstellung. Zu sehen sind neue, ortsbezogene architektonische Installationen, skulpturale Objekte, performative und klangliche Arbeiten sowie eine Auswahl bekannter Werke aus ihrem international renommierten Œuvre. Die Schau bietet eine völlig neue Raumwahrnehmung, die im Zusammenspiel von Sehen, Hören und direkter körperlicher Interaktion mit einigen Werken erfahrbar wird.

Bereits 1998 setzte sich Bonvicini mit der Skulptur „2 Tonnen Alte Nationalgalerie“ mit dem massiven städtebaulichen Umbauprozess auseinander, der zu dieser Zeit in Berlin stattfand. Viele der Umbauten dienten nicht nur der Reparatur und Erneuerung, sondern auch der Auseinandersetzung mit der politischen Geschichte der wachsenden Metropole. Mehr als zwanzig Jahre später beschäftigt sich die Künstlerin nun mit dem ikonischen Gebäude der Neuen Nationalgalerie. 

Erforschung der verborgenen Mechanismen der westlichen „Moderne“

Bonvicini erforscht die verborgenen Mechanismen der westlichen „Moderne“, ihre sexuellen Aufladungen sowie die damit einhergehenden Überhöhungen und Mythisierungen. Die der Architektur und dem Museum fest eingeschriebenen Geschlechterverhältnisse und Gesellschaftsordnungen werden von der Künstlerin auf ironische und spielerische Weise entlarvt, demaskiert und destabilisiert. Bonvicinis Skulpturen sind hier als Einladungen zu verstehen, in neue Erfahrungsräume einzutreten.

Veränderung der Architektur Mies van der Rohes

In ihrer Ausstellung „I do You“ verändert Monica Bonvicini Mies van der Rohes Architektur der Moderne durch radikale architektonische Eingriffe. Das Zusammenspiel mit performativen Interventionen und skulpturalen Werken ergibt eine vielschichtige Erzählung, die dazu auffordert, überholte Kategorien zu hinterfragen und einige bislang übersehene Aspekte des Museums zu untersuchen. Bonvicini macht das Gebäude und damit den öffentlichen Raum zur Verhandlungsebene des Privaten: Wie gehen wir im Raum miteinander um? Welche Strukturen und Machtverhältnisse sind in den Boden, die Wände oder die transparente Glasfassade eingeschrieben? Wie so oft in ihren Interventionen wird der Raum der Neuen Nationalgalerie grundlegend neu definiert: Bild- und Klangwelten, Spiegelungen und Brechungen bilden ein Ensemble verschiedener Stimmen. Die Umgebung transformiert sich in dieser multisensorischen Dissonanz, einer Störung, die sich selbst behauptet und zugleich destabilisiert. 

Location

Neue Nationalgalerie
Potsdamer Straße 50
10785 Berlin

Organizer

Staatliche Museen zu Berlin
Berlin

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