Uraufführung am 10. Mai 2026
Komponist Brett Dean / Heather Betts. Libretto von Heather Betts nach Texten von Mary Stuart, Elizabeth Tudor und anderen Quellen aus dem 16. Jahrhundert.
Oper in zwei Akten (2026)
empfohlen ab 14 Jahren
In englischer Sprache. Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache. Neuproduktion.
Dauer ca. 2 Stunden 55 Minuten
Akt 1 Pause Akt 2
ca. 18.00 - 19.10 Uhr ca. 19.10 - 19.40 Uhr ca. 19.40 - 20.55 Uhr
Auftragswerk der Bayerischen Staatsoper, der The Santa Fe Opera, der State Opera South Australia und der Garsington Opera, ermöglicht von der Ernst von Siemens Musikstiftung sowie Karin und Roland Berger.
Einführungen finden jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn (ausgenommen am Premierenabend) im Capriccio-Saal statt. Sitzplätze nur begrenzt vorhanden, Dauer ca. 20 Min.
Die Premiere wird live im Hörfunk auf BR-Klassik übertragen.
Inszenierung
„Of One Blood“, also desselben Blutes, waren die beiden miteinander verwandten mächtigen Frauen, deren unmittelbar nebeneinanderliegende Gräber sich heute in der Londoner Westminster Abbey finden. Dennoch standen sich beide Zeit ihres Lebens denkbar fern: Elizabeth I. herrschte fast ein halbes Jahrhundert als Königin über England und Irland, während Mary Stuart für ein Vierteljahrhundert Schottland regierte. Ein erbitterter Machtkampf der protestantischen Vorherrschaft und der katholischen Opposition und letztlich der Druck des Parlaments zwangen die englische Königin, Mary Stuart hinrichten zu lassen.
Davon erzählen nicht nur zahlreiche Geschichtsbücher und Friedrich Schillers Drama, sondern auch Brett Deans neue Oper, die an der Bayerischen Staatsoper uraufgeführt wird. Für das Libretto wurde Heather Betts in Briefen der beiden Königinnen und anderen Quellen aus dem 16. Jahrhundert fündig: In ihrer Zusammenstellung verdichtet sich die über mehrere Jahrzehnte zuspitzende Spirale aus Machtanspruch, Intrigen, Gewalt und aristokratischer Einflussnahme in einer fesselnden Dramaturgie von Situationen als willkommene Anlage für Brett Deans Musik: Diese bietet Klangflächen einer enormen dynamischen Bandbreite, in der Extreme ausgereizt werden, wobei auch unkonventionelle Spielweisen zum Einsatz kommen. Der Regisseur Claus Guth wird die ambivalente Beziehung der beiden Frauen zueinander in den Fokus rücken und sich damit beschäftigen, wie der über vier Jahrhunderte zurückliegende Konflikt bis heute fortgeschrieben und immer wieder aufs Neue erzählt wird. Ikonische Kulissen werden dabei mit emotionaler Emphase in einem Wechselspiel aus historischen Perspektiven an uns herangeholt.
Regieteam
Der australische Komponist Brett Dean ist dem Münchner Publikum bereits vertraut: Seine als „Uraufführung des Jahres 2018“ ausgezeichnete Oper Hamlet wurde im Nationaltheater ebenso präsentiert wie Testament in einem Konzert des Bayerischen Staatsorchesters, das auch auf CD dokumentiert ist, sowie Nocturnes and Night Rides im Rahmen des 500. Jubiläums des Bayerischen Staatsorchesters. Regisseur Claus Guth hat in den vergangenen Spielzeiten an der Bayerischen Staatsoper sein virtuoses Handwerk bereits anhand von Stoffen unterschiedlichster Provenienz unter Beweis gestellt: Nachdem seine Inszenierung der zeitgenössischen Oper Bluthaus von Georg Friedrich Haas im Rahmen unseres Festivals Ja, Mai mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis als „Beste internationale Musiktheaterproduktion“ ausgezeichnet worden ist, verlieh der international tätige Regisseur 2023 bei den Münchner Opernfestspielen der Barockoper Semele von Georg Friedrich Händel heutige Dringlichkeit. Zuletzt widmete er sich hier der Rarität eines sogenannten „Hausgottes“ der Bayerischen Staatsoper, nämlich Die Liebe der Danae von Richard Strauss. Vom Bühnenbildner Etienne Pluss ließ sich Claus Guth unter anderem für die Uraufführung von Violetter Schnee an der Staatsoper Unter den Linden Berlin sowie für Bluthaus an der Bayerischen Staatsoper seine Welten bauen. Auch mit der Kostümbildnerin Ursula Kudrna arbeitete der Regisseur bereits mehrfach zusammen. Stets Mitglied des Teams ist die Dramaturgin Yvonne Gebauer, ob am Teatro alla Scala in Mailand, am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Staatsoper Wien, am Opernhaus Zürich oder bei den Festspielen in Bayreuth und Aix-en-Provence.
Produktionsteam
Preisinformation:
Preis variiert je nach Sitzplatzkategorie: Preise M , € 193 /168 /142 /117 /90 /64 /16 /14; Preise L , € 163 /142 /117 /91 /64 /39 /15 /11; Preise K , € 132 /115 /95 /74 /52 /30 /14 /10