Öffentliche Führung mit Julia Blume, Leiterin des HGB Archivs
Die Ausstellung „1933-1945HGB“ unternimmt den Versuch, einen Einblick in die Geschichte der HGB Leipzig (damals Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe) zur Zeit des Nationalsozialismus zu geben.
Forschungen zur Geschichte der HGB treffen auf lückenhafte Überlieferungen. Ein Archiv der Hochschule wurde nicht kontinuierlich geführt. Vor allem in politischen Umbruchzeiten kam es zur willkürlichen und bewussten Vernichtung von Unterlagen sowie zum fahrlässigen Umgang damit. Besonders fragmentarisch sind die Dokumente aus der Zeit zwischen 1933 und 1945. Zur Rekonstruktion der Ereignisse muss daher auf zahlreiche Sekundärquellen zurückgegriffen werden. So bilden Recherchen im Archiv und der Bibliothek der HGB, den Staatsarchiven in Leipzig und Dresden, im digitalen Bestand des Leo Baeck Instituts New York sowie die Sichtung aktueller Themenliteratur die Basis für das Material der Ausstellung. Exzerpte und Reproduktionen aus Dokumenten, Archivbeständen und Zeitschriften sollen in chronologischer Abfolge einen Einblick in dieses Kapitel der Institutionsgeschichte geben.
Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Juni geöffnet: Mi.+Do. 13:30-17:30, Fr. 14:30-18:30 Uhr