Öffentliche Führung | Die Schrecken des Krieges – Francisco de Goya (1746–1828)
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Diese öffentliche Führung widmet sich Francisco de Goyas kraftvoller Serie Los desastres de la guerra, die dramatisch die Grausamkeiten des Krieges offenlegt. Die Ausstellung zeigt 82 Aquatinta-Radierungen, entstanden zwischen 1810 und 1814, die Goyas persönliche Eindrücke von den französischen Besatzungen und dem Widerstand der spanischen Bevölkerung dokumentieren.
Francisco José de Goya y Lucientes, einer der einflussreichsten Künstler des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts, durchlebte eine Zeit tiefgreifender Umbrüche – von der höfischen Kunst des absolutistischen Spaniens bis zu den Folgen der Französischen Revolution und den Napoleonischen Kriegen. Seine Werke verbinden traditionelle Techniken mit einer neuen, unbequemen Bildsprache, mit der er erstmals die Brutalität des Krieges ungeschönt darstellte.
Anders als die damals übliche glorifizierende Kriegsdarstellung zeigt Goya die Gewalt auf beiden Seiten: Hinrichtungen, Verstümmelungen und weitere Schrecken ohne Heldentum oder Beschönigung. Diese radikale Offenheit seiner Darstellungen machte ihn zu einem wichtigen Vorboten der modernen Kunst.
Die Führung wird von Peter Paul Pisters geleitet und findet in Kooperation mit dem Museum Zitadelle Jülich statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 3 Euro normal, 2 Euro ermäßigt, zuzüglich des Museumseintritts. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Kabinettausstellung statt.
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