“OH EUROPA!” Der Ruf nach der verschwundenen Königstochter aus der antiken Mythologie hallt bis heute nach: Die Tochter des König Agenor und der Königin Telephassa wurde verschleppt; sie ließen ihre anderen Kinder nach ihr suchen, aber keines kehrte zu ihnen zurück. Das deutsch-italienische Duo TÒ SU (Martina Mahlknecht & Martin Prinoth) begreift den Gründungsmythos des europäischen Kontinents als Parabel für aktuelle Realitäten der Flucht: Auch wer heute Europa sucht, setzt sein Leben aufs Spiel und muss damit rechnen, seine Familie nie wieder zu sehen. In dem multimedialen Dokumentarstück rekonstruieren fünf Menschen mit Fluchterfahrung mithilfe von Virtual Reality ihre gefährlichen Versuche, die europäischen Außengrenzen zu überwinden, und erzählen von ihrer Vision von Europa.
Sprache und Übertitel: Englisch, Deutsch, Arabisch, Persisch
Dauer: 80 min
Hinweise zum Inhalt: Thematisierung von Fluchterfahrung
Expert*innen / Performer*innen: Kafiya Al-Qeddahi, Karim Mohsen, Masoud Jahangiry, Mohadeseh Salehinasab, Yona Sabbah | Konzept, Regie, Text & Bühne Tò Su: Martina Mahlknecht | Konzept, Regie, Text & Video Tò Su: Martin Prinoth | New Media Artist: Tom Lane | Musik, Sounddesign: Pose Dia | Choreographie: Carolin Jüngst | Kostüme: Anja Ruschival | Dramaturgische Beratung: Anna Teuwen | Outside Eye: Maxi Obexer | Regieassistenz: Liv Pedersen | Technische Supervision: Leonhard Onken-Menke | Soundaufnahme: Steffen Reil | Bühnenbau: Bennet Janz, Marian Regdosz | Psychologische Beratung: Lena Blosat | Produktionsberatung: Pam Goroncy | Public Relations: Jonas Woltemate | Videodokumentation: Lilli Thalgott | Fotos: Juha Hansen, Mohammed Al Bdairi | Grafik: Büro Klass | Live-Übertitelung: Tom Linardatos | Danke an Dialog in Deutsch
Ermöglicht durch die Wiederaufnahme- und Gastspielförderung des Dachverbands freie darstellende Künste Hamburg aus Mitteln der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien. OH EUROPA! DANGEROUS GAMES ist eine TÒ SU Produktion in Ko-Produktion mit Kampnagel Hamburg, gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, dem Fonds Darstellende Künste, der Rudolf Augstein Stiftung, der Zeit Stiftung Bucerius, und der Mara & Holger Cassens Stiftung.
Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Fringify – Independent Arts Festival Hamburg statt.