FOTO: © Louisa Boeszoermeny

physical prospects

Theater

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Eine Landschaft aus Körper, Moos, Beton. Die Landschaft ruht. Gerät dann langsam in Bewegung:

Ein Knacken, als würde plötzlich die Oberfläche einer stillen Landschaft aufbrechen, weil das Brodeln darunter sich seine Bahnen sucht. Risse verdichten sich, verformen die Landschaft, erwecken sie zum Leben – zerstören sie.

physical prospects verweilt an diesem Ort des Auseinanderbröseln, des Zerfalls: in den sich öffnenden Zwischenräumen spürt es der Gewalt des Anthropozäns nach. Queere Perspektiven auf Trauer und Wut setzen in physical prospects die eigene Zerbrechlichkeit als widerständigen Ankerpunkt. Wie kann sich so eine Widerständigkeit aussehen, wie fühlt sie sich an, wie materialisiert sie sich?

physical prospects entfaltet sich zwischen einem Körpern, Moos und einer weiten Beton-Landschaft. Die Choreographie bringt nicht nur den Körper in Bewegung, sondern auch die Materialien, sodass zu weilen die ganze Landschaft im Wandel ist. Mal löst sich der Körper hinaus, ist mit der eigenen Verletzlichkeit und der Wut konfrontiert. Und dennoch bleibt der Körper Teil der Dynamik: unter den Händen zerfällt die Landschaft oder zerbricht unter dessen Gewicht. Es bleibt nichts, außer die Landschaft zu bezeugen, wenn sie auseinanderfällt. Der choreographische Dialog zwischen Körper und Landschaft sucht nach Möglichkeiten die Verletzlichkeit und die Wut zusammen auszuhalten und damit einen Gegenentwurf zu manifestieren.

Eine Produktion von Nora Tormann

Die Wiederaufnahme wird vom TATWERK I Performative Forschung produziert.

Unterstützt durch das Nationales Perfomance Netz – stepping out, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative Neustadtkultur. Hilfsprogramm Tanz.

Location

Tatwerk
Hasenheide 9, Gewerbehof - Aufgang 1, 3. OG
10967 Berlin

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