PL 2016 · 98 min · OmeU · digitalDCP · ab 18 · R: Andrzej Wajda B: Andrzej Mularczyk · K: Paweł Edelman · D: Bogusław Linda, Bronislawa Zamachowska, Zofia Wichłacz, Andrzej Konopka, Krzysztof Pieczyński u. a.
In den letzten Lebensjahren eines kompromisslosen Künstlers entfaltet Andrzej Wajda ein konzentriertes Porträt von moralischer Standhaftigkeit unter politischem Druck. Der avantgardistische Maler und Kunsttheoretiker Władysław Strzemiński gerät im Polen der späten 1940er-Jahre zunehmend in Konflikt mit der stalinistischen Kulturpolitik, die den sozialistischen Realismus zur verbindlichen Norm erhebt. Weil er sich weigert, seine ästhetischen Überzeugungen zu widerrufen oder anzupassen, wird er systematisch aus dem öffentlichen Leben verdrängt: Er verliert seine Lehrtätigkeit, seine Ausstellungs- und Arbeitsmöglichkeiten sowie schließlich jede materielle Absicherung.
Wajda rekonstruiert diesen Prozess der Auslöschung nüchtern und ohne Pathos, als schrittweise Entziehung von Sichtbarkeit und Würde. Zugleich wird die Beziehung zu seiner Tochter zum emotionalen Zentrum des Films und verleiht der politischen Repression eine private, existenzielle Dimension. In klar komponierten Bildern reflektiert der Film Strzemińskis eigene Theorie des „Nachbildes“: Wahrnehmung als etwas, das fort-besteht, selbst wenn das Sichtbare verschwindet.
Preisinformation:
Eintrittspreis 7 Euro · ermäßigt 5 Euro · mit Black-Box-Pass 4 Euro · Kartenreservierung Tel. 0211 - 8992232