FSK 18 | 107 Minuten | Drama | Start: 03.02.2024 | Deutschland, Irak 2024
Sprache: Arabisch mit deutschen Untertiteln "Toren" erzählt die Lebensgeschichte einer ezidischen Familie über drei Generationen hinweg, die das Grauen des Armenier-Massakers erlebt und in Georgien Zuflucht gefunden hat. Toren, der Enkel, der in Georgien geboren wurde, steht vor existenziellen Konflikten und befindet sich auf der Suche nach Selbstfindung und Identität. Seine inneren Kämpfe gleichen denen des zeitgenössischen Hamlet, der zwischen "Sein oder Nichtsein" hin- und hergerissen ist.
In einem verzweifelten Versuch, seine ursprüngliche, in Mesopotamien verwurzelte Identität zu bewahren, flieht Großvater Toren auf der Suche nach einem sicheren Hafen und lässt sich mit seiner Familie in Georgien nieder, zu einer Zeit, als sein ezidisches Volk zusammen mit dem armenischen Volk einem Völkermord ausgesetzt war. Toren, der in Georgia geborene Enkel (26), ist ein talentierter Maler mit einer komplexen Persönlichkeit, der sich einem existenziellen Konflikt, den Herausforderungen der Zugehörigkeit zu seinen Wurzeln und dem Leben in einer Gesellschaft gegenübersieht, die völlig anders ist als die Bräuche und Traditionen seiner Familie. Toren lebte zusammen mit seinem älteren Bruder „Meraz“ in der Obhut seiner Großeltern, nachdem er seine Eltern in jungen Jahren verloren hatte. Trotz seines künstlerischen Talents treiben ihn sein Wahnsinn und seine Instinkte dazu, gegen seine Identität zu rebellieren. Sein Erfolg auf dem Gebiet der Malerei befreit ihn nicht von inneren Konflikten. Die Dinge werden durch eine schwere Krankheit, die ihn verfolgt und sein Leben, bedroht, noch komplizierter. Toren befindet sich in einem ständigen Kampf zwischen Leben und Tod. Dieser Konflikt stellt ihn vor existenzielle Fragen, ähnlich wie Hamlets Monolog „Sein oder Nichtsein“. Eine zufällige Begegnung mit „Eka“ (24), einer georgischen Ärztin, verleiht der Existenz des jungen Toren neues Leben und bietet einen Weg, seiner psychischen Isolation zu entkommen. Toren beginnt seine Reise mit der Selbsterforschung und ein neuer Wunsch wird in ihm entfacht, zu seinen Wurzeln zurückzukehren, inspiriert von den Geschichten seiner Vorfahren, der Stärke der Widerstandsfähigkeit und ihrer Überlebensweisheit. Toren beginnt wieder Fuß zu fassen und wird sich der Ungerechtigkeiten, denen sein Volk, seine marginalisierte Gemeinschaft ausgesetzt ist, und dem Verschwinden ihrer einst blühenden Zivilisation zunehmend bewusst. Am Ende beschließt die Familie Toren, in ihr angestammtes Land im Irak zurückzukehren, doch das Schicksal nimmt eine tragische Wendung.