Die Codes der Macht laufen quer durch die Körper und verbinden das Politische mit dem Privaten. Die Ausstellung Exercises in Transformation – Sergio Zevallos im HKW widmet sich dessen über vierzigjähriger Praxis der Verkörperung, Erforschung und Umgestaltung herrschender Wissenssysteme. Für Zevallos beginnt die Arbeit der Transformation aufgezwungenen patriarchalischen und kolonialen Wissens im Körper, in diesem sehr persönlichen und intimen Bereich, und wird mittels Performativität, sozialen Choreographien und einem kritischen Realismus umgesetzt. Die Ausstellung beginnt mit einer Reihe neu in Auftrag gegebener Arbeiten Zevallos’, für die er auf Sociedad y Política im Archiv seiner Familie zurückgegriffen hat – eine Zeitschrift, die von dem dekolonialen Denker Anibal Quijano in Peru (1972–1983) gegründet und herausgegeben wurde und deren Mitherausgeber der Vater des Künstlers, Abraham Zevallos, war. Mit einer Auswahl früherer Arbeiten Zevallos’ würdigt die Ausstellung den Werdegang des Künstlers und seine verschiedenen künstlerischen Experimente mit Gestik, Stimme, Sprache und Körper. Ein eigener interaktiver Raum ermöglicht die Auseinandersetzung mit dem Archivo Ambulante (Wanderndes Archiv), das Teil von Zevallos’ performativer Underground-Arbeit mit dem Kollektiv Grupo Chaclacayo in Lima und Berlin (1982–1994) war.
Preisinformation:
Tickets: 8€/6€ ermäßigt | Freier Eintritt immer montags und jeden ersten Sonntag im Monat (Museumssonntag Berlin)
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