»Auf den Autobahnbrücken meiner Jugend am Ortsrand, besoffen vor Sehnsucht, fühlte ich mich immer zurückgelassen – während unter mir alles in die Ferne flitzte«, heißt es in einer frühen Aufzeichnung des in Oberhausen aufgewachsenen Schriftstellers Ralf Rothmann. Seine Notizensammlung Theorie des Regens ist eine Fundgrube; »ein Buch, das sich an beliebiger Stelle aufschlagen lässt – man wird stets auf eine überraschende Beobachtung oder eine interessante Episode stoßen«, schwärmte der Deutschlandfunk Kultur. Es sind ebenso persönliche wie lyrische Erinnerungen und Momentaufnahmen aus dem Leben des Autors, kluge Miniaturen – ein gleichermaßen poetisches wie essayistisches Tagebuch.
Mit Jens Dirksen spricht Ralf Rothmann über dieses besondere Werk, darüber, was einen versöhnen könnte mit den Zumutungen der Mitwelt und der viel zu rasch vergehenden Zeit.