FOTO: © Coverausschnitt »Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt« von Jegana Dschabbarowa, erschienen bei Zsolnay

Rebellierende Körper, schreibende Töchter - Jegana Dschabbaraowa und Oliwia Hälterlein

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Die in Russland lebende aserbaidschanische Community ist streng konservativ. Schon als Kind kann sich die Erzählerin schwer in die patriarchale muslimische Gesellschaft einfügen. Eine neurologische Erkrankung drängt und befreit sie dann aus ihrer Rolle der heiratsfähigen Tochter. Es ist der kontrollierte und rebellierende weibliche Körper, über den Jegana Dschabbarowa in ihrem Debüt »Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt« (dt. Maria Rajer) von ihrem Weg zur Freiheit durch das Schreiben erzählt. Oliwia Hälterlein wiederum setzt ihr Debüt »Wir Töchter« an einer chronischen Erkrankung der Eierstöcke an, um über Mutterschaft und Tochtersein im Spannungsfeld gesellschaftlicher Erwartungen dreier Generationen von Frauen zwischen Polen und Deutschland nachzudenken. Auch für Hälterlein entsteht ein Band zwischen Körper und Sprache, Herkunft und Zukunft und den Frauen einer Familie. Jegana Dschabbarowa, geboren 1992 in einer aserbaidschanischen Familie in Jekaterinburg/Russland, ist Dichterin, Essayistin und Wissenschaftlerin und lebt heute in Hamburg. Oliwia Hälterlein, geboren 1986 in Bydgoszcz, Polen, ist Autorin, Dramaturgin, Moderatorin und Dozentin und lebt in Freiburg.

Mit Unterstützung des Innovationsfonds des Landes Baden- Württemberg und in Zusammenarbeit mit der deutschpolnischen Gesellschaft Stuttgart

Preisinformation:

vor Ort und im Livestream

Location

Literaturhaus Stuttgart Breitscheidstraße None Stuttgart

Organizer

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