Was für ein Buchtitel: „Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird“. Ein typischer Stanišić! Und er nimmt wahrscheinlich gerade erst Fahrt auf. Saša Stanišić ist einer jener begnadeten Geschichtenerzähler, die die Herzen der Menschen erreichen. Wie ein Freund, wie ein Vater, wie ein zugewandter Mensch äußert er klare und auch harte Kritik an politischer Bequemlichkeit und fauler Doppelmoral. Seine Gründe dafür belegt er mit Geschichten und diese ermöglichen es seinem Publikum, sich der Kritik zu stellen. Wenn ihm dies schon in Romanen gelingt, wie dann erst in Reden, die sich ja direkt an uns wenden?
Die Rede ist die wohl unterschätzteste Textsorte aller Zeiten. Mit so viel Sorgfalt, Phantasie, Ernsthaftigkeit und Schalk (in diesem Fall) werden wenige andere Texte geschrieben. Denn wann hat man schon die Chance, die Leute so am Schlafittchen zu packen? Oder, wie der Autor selbst sagt: „Das Ziel einer Rede muss sein, dass das Publikum nicht nur die Häppchen im Foyer, sondern auch die Idee geschluckt hat und ermutigt wurde, sie weiter zu verbreiten.“ Und wie haben wir das nötig, oder? Lassen wir uns also die Ideen als literarische Häppchen verabreichen, um dann gemeinsam auf den Barrikaden zu singen und dem Leben ermutigt und ertüchtigt und anders zu begegnen. Dieses Buch macht es möglich, wie Andreas Platthaus und Saša Stanišić uns ganz bestimmt zeigen werden.
Diese Veranstaltung wird von SWR KULTUR aufgezeichnet. Sendetermine auf swr.de/swrkultur.
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