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Das zweiteilige Projekt Resonanzen der Moderne verbindet die Moderne und die erste Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts mit der zweiten, der Nachkriegsavantgarde, sowie mit der heutigen Zeit, die sowohl als Postmoderne als auch als deren Überwindung gilt.
Die Auswahl der Werke von Arnold Schönberg (1874–1951), Luigi Nono (1924–1990), Peter Ablinger (*1959), Olga Rayeva (*1971) und Rostislav Kozhevnikov (*1981) zeigt die Kontinuität des musikalischen Experimentierens – das ruhelose Erkunden von Neuland, sowohl im Klang als auch in der Art des Musizierens. Dabei wird die Ambivalenz zwischen dem Bruch mit Traditionen und der Rückbesinnung auf diese spürbar.
Das Projekt knüpft an die reiche musikalische Tradition der Stadt Bonn an, denn das einzige Streichquartett von Luigi Nono, Fragmente – Stille, an Diotima (zu Gedichten von Friedrich Hölderlin), wurde im Jahr 1980 beim Bonner Beethovenfest uraufgeführt.
Asasello Quartett:
Rostislav Kozhevnikov (DE) – Violine
Barbara Streil (CH) – Violine
Justyna Śliwa (PL/DE) – Viola
Teemu Myöhänen (FI/DE) – Violoncello
Das in Basel gegründete, heute in Köln ansässige Asasello Quartett gehört zu den aufregenden und aufrüttelnden Kammermusik-Ensembles der Gegenwart. Ungewöhnlich ist nicht nur die Spielkultur der Gruppe, die sich im Jahr 2000 in der Baseler Kammermusikklasse von Walter Levin, dem ersten Geiger des legendären LaSalle-Quartetts, zusammenfand. Das Asasello Quartett hat sich bereits mit der Namensgebung (Asasello entstammt dem Roman Der Meister und Margarita von Michail Bulgakow) über den musikalischen Tellerrand hinausgewagt.
2010 erhielten die Asaselliten den Musikpreis des Verbandes der Deutschen Konzertdirektionen für die außergewöhnliche und anspruchsvolle Programmatik, zu der u. a. der Konzertzyklus um die Streichquartette Arnold Schönbergs gehören. Eine umfangreiche Sammlung an CD Aufnahmen, die eigene Konzertreihe 1:1 – Schon gehört?, zahlreiche Uraufführungen und Teilnahmen an internationalen Festivals und Wettbewerben, Workshops mit Schülern und Studenten sowie das Ausloten künstlerischer Sonderformate, zum Beispiel in der szenischen Aufführung des 2. Streichquartetts von Morton Feldman (Köln, Musikfabrik), der zyklischen Aufführung aller 23 Mozart Quartette (Venedig, Auditorium Santa Margherita) oder der gänzlich analogen Einspielung der sechs Bagatellen von Anton Webern (im Kammermusiksaal des Deutschlandfunks, produziert in 2011/12) dokumentieren eine seit Jahren schier unermüdliche Schaffenswut.
Preisinformation:
18 € | 12 € ermäßigt (für Mitglieder der In Situ Art Society: 12 € | 8 € ermäßigt)