Der Siegeszug von Computern und Mikroelektronik seit den 1960er Jahren wird oft als „dritte industrielle Revolution“ bezeichnet. In der DDR stand vor allem der Name Robotron für die neue, alle Bereiche der Wirtschaft verändernde Technologie. Im Rückblick auf die Geschichte des Kombinats verdichten sich die technischen Möglichkeiten und die daran geknüpften gesellschaftlichen Hoffnungen, aber auch die politischen und ökonomischen Widersprüche, die schließlich zum Scheitern der DDR führten. Mit Fotografien, filmischen Erzählungen, Installationen und grafischen Arbeiten, die zum Teil in der DDR entstanden sind, nimmt die Ausstellung diese Entwicklungen in den Blick.
Im Gespräch sind ausstellender Künstler Francis Hunger und Autor und Verleger Jan Wenzel:
Francis Hunger verbindet in seiner Praxis künstlerische Forschung und Medientheorie mit den Möglichkeiten der Erzählung. In der Ausstellung Robotron. Code und Utopie präsentiert er die Arbeit Statistische Statistical Hypnagogia. Darin untersucht er wie Bürokratie, Statistik und Computertechnologie den Verwaltungsalltag der DDR prägten. Als Robotron-Experte forscht er zu Themen wie der Softwareentwicklung in der DDR.
Jan Wenzel ist Autor und Verleger bei Spector Books. Als Co-Kurator von Robotron. Code und Utopie hat er einen Essay für den Ausstellungsraum verfasst, der die Verbindungen zwischen Geopolitik und globalen Märkten nachzeichnet und konventionelle Vorstellungen hinterfragt, die sich in der Erzählung einer „sozialistischen“ Vergangenheit verfestigt haben.
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