Romane Holderried Kaesdorf, geboren 1922 und gestorben 2007, zählt zu den spannendsten Stimmen der zeitgenössischen Grafik in Südwestdeutschland. Nun widmet das Kunstmuseum Stuttgart ihr erstmals eine eigene Ausstellung und eröffnet damit den Blick auf ein Werk, das zugleich eigensinnig, klar und unverwechselbar ist.
Über fünf Jahrzehnte hinweg zeichnete Holderried Kaesdorf fast täglich. Während viele Künstlerinnen und Künstler nach dem Krieg in die Abstraktion aufbrachen, entschied sie sich bewusst für ihren eigenen Weg. Ihre Zeichnungen gehören zu den herausragenden Leistungen des Mediums im zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhundert. Trotz dieser enormen Qualität blieb ihr Bekanntheitsgrad lange vor allem auf Baden Württemberg beschränkt. Schon 1953 begann die Galerie der Stadt Stuttgart Arbeiten von ihr anzukaufen. Heute besitzt das Kunstmuseum Stuttgart zwanzig Werke der Künstlerin.
Die Ausstellung vereint die Bestände des Museums mit wertvollen Leihgaben aus öffentlichem und privatem Besitz. Gezeigt wird ein repräsentativer Querschnitt durch ihr Schaffen seit den sechziger Jahren. Zu sehen sind surreale Szenerien, Männer und Frauenzeichnungen und späte Arbeiten, in denen sie mit wenigen, präzisen Linien große erzählerische Kraft entfaltet. Die Schau vermittelt ein eindrucksvolles Bild der formalen und thematischen Entwicklung ihrer einzigartigen Bildsprache.
Ein intensiver Blick auf eine Künstlerin, die mit ihrer Haltung und ihrem Stil weit über ihre Zeit hinausweist.
Preisinformation:
Tickets sind momentan nur an der Kasse im Museum erhältlich.
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