Das sagt der/die Veranstalter:in:
Dieses moderierte Konzert verbindet musikalische Traditionen aus Sachsen und Tschechien zu einem tiefgründigen Abend voller Kunst und Geschichte. Im Mittelpunkt steht das Wiegenlied ’9 eine intime Klangform zwischen Trost, Angst und Hoffnung, die von Verlust erzählt, zugleich aber auch den Wunsch nach einem guten Leben für die kommenden Generationen ausdrückt.
Das Programm reicht von jüdischen Liedern über Werke aus dem Vilna-Ghetto bis hin zum Gebet 2Ani maamin3 in einer Fassung aus dem Warschauer Ghetto. Das deutsch-tschechische Ensemble echo_von_nichts vereint traditionelle und neu geschriebene Wiegenlieder, darunter Kompositionen von Ilse Weberová, Gideon Klein und Hans Krása aus Theresienstadt. Ergänzt wird das Programm durch Vertonungen aktueller Texte jüdischer Autorinnen wie Anna Joachimsthal-Schwabe aus Dresden und Anna 060ti0Dkova aus Brno, deren moderne Stimmen einen Brückenschlag zur Gegenwart schlagen.
Die moderierten Einführungen erklären die Entstehungsgeschichten der Lieder, schaffen einen Raum für Erinnerung und regen den Austausch zwischen Publikum und Ensemble an. Im Anschluss an die Aufführungen gibt es die Möglichkeit für Gespräche. Das Projekt, das im Rahmen des 2Tacheles Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen3 entstanden ist, wird von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und dem deutsch-tschechischen Zukunftsfonds unterstützt.