Über die Krise der Demokratie wird viel geschrieben. Die Entfremdung zwischen Bürger:innen und Staat fußt auf einem Paradox: Der eine Teil der Bevölkerung erwartet alles von der Demokratie, der andere gar nichts mehr. Ein Patentrezept scheint nicht in Sicht, aber der Ruf nach “mehr Angeboten von der Politik” ist lautstark zu vernehmen. Was kann aber oder muss eine Demokratie ihren Bürger:innen sogar zumuten, um sie lebendig, stabil, selbstbewusst und zukunftsfähig zu halten?
Im Salon für Grundsatzfragen machen wir sichtbar, wie sich verschiedene gesellschaftliche Perspektiven auf die Bevölkerung verteilen und versuchen, besser zu verstehen, wie sich Vertrauen in die Demokratie bildet. Aber wir diskutieren auch, ob die Demokratie mehr von ihren Bürger:innen erwarten darf, weil Demokratie auch bedeutet, sich gegenseitig in Anspruch nehmen zu dürfen.
Mit: Felix Heidenreich (Politikwissenschaftler)
und Laura-Kristine Krause (Geschäftsführerin bei More in Common Deutschland)