Ab 1968 zeigte das israelische Fernsehen jeden Freitagabend auf dem einzig verfügbaren Kanal einen arabischen Film zur besten Sendezeit. Für viele eingewanderte Juden war das der kulturelle Höhepunkt der Woche, den sie gemeinsam mit der Familie und den Nachbarn zelebrierten. Der Dokumentarfilm Seret Aravi – Film Arabi spürt den damit verbundenen Gefühlen von Vertrautheit und Wehmut nach und stellt dabei Fragen nach den sozialen und politischen Verflechtungen, die sich aus der regelmäßigen Ausstrahlung von Filmen aus dem Land des erklärten Feindes ergeben.
IL 2015, 60 min., Dokumentarfilm von Eyal S. Bizawe und Sara Tsifroni, OF (hebr./ arab.) mit engl. UT.
Filmvorführung und anschließende Diskussion mit Regisseur Eyal Bizawe.
Organisiert von der Münchner Forschungsstelle für jüdisch-arabische Kulturen