FOTO: © Peter Rossner

Shintai to Shintai | THEATER DER WELT

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Körper begegnen Körpern. Bewegung wird zu Tanz: Eine choreografische Untersuchung von Nähe, Gemeinschaft und Transformation.

„Von Körper zu Körper“ ist die Übersetzung des Titels dieser Tanzproduktion. Erarbeitet wird sie von der japanischen Choreografin Yoko Ando aus Yokohama, gemeinsam mit der Gruppe Tanzende Nachbarn aus Chemnitz. Diese Initiative, entstanden im Zuge des europäischen Kulturhauptstadtjahres 2025, vereint Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Historien bei gemeinsamem Tanz. Von Beginn an fördert das Projekt den interkulturellen und intergenerationellen Austausch. Als Teil dieses Dialogs wurde eine Zusammenarbeit mit dem Seniorentanzprogramm „Challenge of the Silver“ in Kanagawa entwickelt, das von der Kanagawa Arts Foundation geplant und produziert wird. In diesem Zusammenhang treten Tänzer:innen aus Japan in der Performance auf und stärken so den künstlerischen Austausch zwischen Chemnitz und Kanagawa.

Im Stück stehen die Menschen zusammen auf einer Bühne. Ihre Körper tragen verschiedene Geschichten, Rhythmen, Erfahrungen und bewegen sich doch im selben Raum, zur selben Zeit. Was daraus entsteht, ist kein Abbild von Alltag, sondern eine präzise choreografische Begegnung unterschiedlicher Identitäten. Yoko Ando, selbst auch Tänzerin, entwickelt mit den Tanzenden Nachbarn ein konzentriertes choreografisches Gefüge, das Nähe, Aufmerksamkeit und körperliche Differenz nicht erklärt, sondern sichtbar macht. Zu erleben ist eine Abfolge von Bewegungen, Blicken und räumlichen Konstellationen. Körper bewegen sich nebeneinander, lösen sich voneinander, finden temporäre Allianzen. Mal steht das Kollektiv im Vordergrund, mal ein einzelner Körper, der aus der Gruppe hervortritt. Alter wird dabei nicht the matisiert, sondern verkörpert. Die Nähe entsteht nicht durch Gleichheit, son dern durch Aufmerksamkeit. Bewegung wird zu einer Form des gegenseitigen Zuhörens.

Die Produktion ist ein künstleri scher Höhepunkt im Schaffen der Tanzenden Nachbarn. Seit drei Jahren trainieren und proben sie regelmäßig gemeinsam. Diese Zeit wird spürbar: im Vertrauen zwischen den Tänzer:innen und der Choreografin, in der Ruhe der Bewegungen, in der Genauigkeit von Übergängen. Die Choreografie erklärt nichts. Sie öffnet einen Raum, in dem Verschiedenheit koexistieren und ge feiert werden kann.

Ort: Hartmannfabrik Chemnitz
Dauer: 45 min
Information: Ohne gesprochenes Wort

Alle weiteren Infos auf: https://www.theaterderwelt.de/programm/

Ein Festival des deutschen Zentrums des Internationalen Theaterinstituts e.V.
Veranstaltet von den Theatern Chemnitz, der  Festival Academy Brüssel und der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH. 

Preisinformation:

Eintritt frei

Location

Hartmannfabrik Fabrikstraße 11 09111 Chemnitz

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