Gespräch mit Peter Berz und Helmut Höge
Moderation Karin Krauthausen. Eröffnung Hans-Christian von Herrmann und Alexander Karschnia
»Die Erziehung der Hirse«, Brechts zuerst 1950 erschienenes Langgedicht, ist die lyrische Feier einer gesteigerten landwirtschaftlichen Produktion, wie sie seit den 1930er Jahren von der Moskauer Akademie für Agrarwissenschaften unter ihrem eng mit Stalin verbundenen Präsidenten Trofim Lyssenko in großen Realexperimenten vorangetrieben wurde. Das von Paul Dessau als »Musikepos« vertonte Gedicht ergreift dabei entschieden Partei für die sowjetische Agrobiologie, die statt auf Gentechnik auf die Veränderung (oder »Erziehung«) der Pflanzen durch technische Gestaltung der Umweltbeziehungen setzte. Der Eröffnungsabend der Brecht-Tage 2026 wendet sich diesem Text, der in der Rezeption zumeist auf Verständnislosigkeit und Ablehnung stieß, ausgehend von einer Archivaufnahme aus dem Jahr 1954 zu und rückt ihn in einen zugleich werk- und wissenschaftsgeschichtlichen Zusammenhang. Künstlerische Zusammenarbeit: Vettka Kirillova
Präsentation einer Rundfunkaufnahme des Musikepos »Die Erziehung der Hirse« von Bertolt Brecht und Paul Dessau von 1954. Anschließend Gespräch zu den biologiegeschichtlichen und agrarwissenschaftlichen Quellen der Dichtung mit Peter Berz und Helmut Höge.
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