Tiziano Cruz
Jujuy & Buenos Aires
Mit Soliloquio (I woke up and hit my head against the wall) lässt Tiziano Cruz den Klang der Caja mit der Geschichte seines Lebens und den Stimmen lokaler lateinamerikanischer Communities verschmelzen. Ausgehend von 58 Briefen, die er seiner Mutter im Jahr 2020 aus Buenos Aires in die Provinz Jujuy schrieb, kritisiert er die anhaltenden politischen, sozialen und ökologischen Unterdrückungsmechanismen des argentinischen Staates, die Indigene Gemeinschaften bedrohen. Zwischen Erinnerungen und Verdrängtem, Persönlichem und Kollektivem, durchmisst der Künstler in seinem Selbstgespräch das Gefühl des Fremdseins im eigenen Land und fragt mit berührender Intensität: Welchen Platz hat mein Indigener Körper in einem weißen System, das meine Perspektiven unsichtbar hält? Was bedeutet es, mit ihm Kunst zu schaffen und ihn als Kapital zu nutzen?
Hinweis: Die Performance startet am Schlossplatz Braunschweig.
Der in Buenos Aires lebende interdisziplinäre Künstler Tiziano Cruz vereint in seinen Werken visuelle und theatralische Sprache, Performance und künstlerische Intervention im öffentlichen Raum. Tiziano Cruz war Stipendiat des Fondo Nacional de las Artes und des Instituto Nacional del Teatro ARG. Er war Gewinner der Bienal de Arte Joven 2019 und des ANTI-Preises 2023. Er ist Gründer der kulturellen Managementplattform ULMUS, die sich der Vermittlung zwischen verschiedenen Kulturorganisationen in Argentinien und den Nachbarländern widmet. Er arbeitete als Content-Produzent in der Centro Cultural Recoleta in Buenos Aires. Mit seinen Werken tourte er in Chile, Brasilien, Mexiko, USA, Kanada, Portugal, Spanien, Schweiz, Deutschland und Finnland.