FOTO: © Agitation Free

Sonderkonzert in der Kulturpraline Tornow

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Agitation Free

Der Geist der Agitation

Berlin, späte 1960er Jahre: Eine geteilte Stadt wird zum Epizentrum einer musikalischen Revolution. Inmitten der Spannungen des Kalten Krieges tritt eine Gruppe junger Klangforscher an, um die Grenzen der Rockmusik neu zu definieren. Agitation Free, 1967 gegründet, war nie nur eine Band; sie war ein Labor für „Bewegung, Unruhe und Veränderung“ – so die Definition des Wortes „Agitation“, die ihr Mentor Folke Hanfeld in einem Lexikon fand.

Diese „Live in Berlin“-Aufnahme fängt die Band in ihrem natürlichen Lebensraum ein. Während ihre Studioalben Malesch (1972) und 2nd (1973) Meilensteine des Genres sind, war die Bühne der Ort, an dem das „Free“ in ihrem Namen wirklich zum Leben erwachte. Ihre Konzerte waren avantgardistische Erlebnisse, die Flüssiglicht-Shows und Experimentalfilme mit hypnotischen, langgezogenen instrumentalen Improvisationen verbanden.

Eine Reise durch den Sound (Biografie)

Die Geschichte begann in Berlin-Charlottenburg mit den Gründungsmitgliedern Michael „Fame“ Günther, Lutz „Ludwig“ Kramer, Lutz „Lüül“ Graf-Ulbrich und Christopher Franke. Von Anfang an fungierte Agitation Free als Knotenpunkt der aufkeimenden „Berliner Schule“ der elektronischen Musik. Ihre frühen Proben im Electronic Beat Studio unter der Leitung von Thomas Kessler wurden zum Anziehungspunkt für andere Legenden wie Tangerine Dream und Ash Ra Tempel.

Das Line-up der Band war berühmt für seine Fluktuation und diente als Sprungbrett für Ausnahmetalente. Christopher Franke schloss sich später Tangerine Dream an, während Gitarrist Axel Genrich zu Guru Guru wechselte. Bis 1972 erreichte das „klassische“ Quintett – Ulbrich, Günther, Jörg Schwenke, Michael Hoenig und Burghard Rausch – internationalen Kultstatus.

Ihr Debütalbum Malesch war eine bahnbrechende „On the Road“-Platte, inspiriert von einer vom Goethe-Institut gesponserten Tournee durch Ägypten, Zypern, Libanon und Griechenland. Damit waren sie die erste deutsche Rockband, die den Nahen Osten bereiste. Es folgte 2nd, ein eher jazzorientiertes und elektronisches Meisterwerk, das ihren Ruf für klangliche Raffinesse („sonic sophistication“) festigte.

Trotz der Auflösung im Jahr 1974 verblasste die Legende von Agitation Free nie. Sporadische Reunions, wie die Konzerte in Tokio 2007 (dokumentiert auf Shibuya Nights), bewiesen, dass ihre Chemie nach wie vor explosiv war.

Lutz „Lüül“ Graf-Ulbrich - guitar

Axel Heilhecker - lead guitar

Tim Sund - keyboards

Daniel Cordes  - bass

Burghard Rausch - drums

 

Location

Kulturpraline Tornow Seestraße 3 15755 Tornow

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