FOTO: © Skizze Spielraum MA Raumstrategien
Spielraum
Das sagt der/die Veranstalter:in:
Im Rahmen des Festivals “Berlin bleibt!” präsentieren Studierende des Masterstudiengangs Raumstrategien an der weißensee kunsthochschule berlin “Spielraum”, ein mobiles Gefährt, das sich zwischen Mehringplatz, Macherei, HAU und der umliegenden Nachbarschaft bewegt. In vier Kapiteln entfaltet sich die mobile Struktur vorübergehend zu einem Ort, an dem das Publikum sich versammeln, herumtollen, aufmerksam zuhören, ignorieren, sich bewegen und austauschen kann. Besucher*innen sind eingeladen, interaktive Installationen, Performances, Spiele, Lesungen und ein gemeinschaftliches Festmahl zu erleben, während sie das Gefährt – eine Art Wesen oder Spielbox auf Rädern – auf seiner Reise durch Kreuzberg begleiten. Mal in Bewegung, mal stationär, dient “Spielraum” als temporärer Treffpunkt, der verschiedene Orte, Menschen und Perspektiven miteinander verbindet. Folgen Sie dem untenstehenden Zeitplan, um das Gefährt an seinen verschiedenen Zwischenstationen während des Festivals zu besuchen.“Spielraum” ist eine kollektive Plattform, die den öffentlichen Raum als gemeinsamen Lebensraum neu denkt. Inspiriert von Tauben als widerstandsfähigen städtischen Mitbewohnern, erforscht das Projekt Begegnung, Wahrnehmung, Spiel und Koexistenz zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Welten.Entworfen von Studierenden des Masterstudiengangs Raumstrategien, wurde “Spielraum” durch ortsspezifische Recherchen rund um das HAU, die Macherei und das Viertel um den Mehringplatz in Kreuzberg entwickelt – ein Ort, der von den Versprechungen der Stadtentwicklung und dem Druck der Verdrängung geprägt ist.Fr, 26.6. | Kapitel 1: Kontakt17:00–20:00 | Mehringplatz (2. Rondell)Die Ankunft der “Vessel” leitet einen Prozess der Annäherung zwischen Besuchenden, Ort und Struktur ein. Begleitet von “Little Pigeon” (kleine Taube) untersucht dieses Kapitel, wie durch wiederholte Begegnungen Neugier, Aufmerksamkeit und Nähe entstehen.17:00–18:30 Ankunft der Vessel – mobile Plattform fährt auf den MehringplatzAb 18:30 Auftritt “Little Pigeon”17:30–19:00 Anderswo in Berlin: Architektur als Geschichtenerzählerin – performativer Lesekreis und Diskussion19:00–20:00 Vessel GatheringSa, 27.6. | Kapitel 2: Verflechtung16:00–18:00 | MehringplatzUnter der Führung von “Little Pigeon” und des interaktiven Wahrnehmungsgeräts “DoveScope” begegnen die Teilnehmenden der Stadt aus Perspektiven jenseits des menschlichen Maßstabs. Das Kapitel untersucht, wie öffentlicher Raum zwischen verschiedenen Körpern, Arten und Formen des Bewohnens ausgehandelt und geteilt wird.16:00–18:00 “Pigeon Revolution Game” – Interaktives Spielab 16:00 “DoveScope” – Interaktives Wahrnehmungsgerät16:15–17:15 “An Advancing Hairline” – eine öffentliche Haarschneide-Performance, die Intimität, Sichtbarkeit und kollektive Präsenz im urbanen Raum erforscht18:00–19:00 Vessel GatheringDo, 2.7. | Kapitel 3: Eindrücke14:00–16:30 | M40 / geringe KapazitätWie wird die Stadt zu einem Resonanzfeld, das von ihren Bewohner*innen geprägt wird? Bewegung, Klang und Partizipation erzeugen Spuren, die sich im Rahmen des Projekts ansammeln. Inspiriert von der multispeziesbezogenen Wahrnehmung lädt dieses Kapitel die Teilnehmenden dazu ein, zuzuhören, zu zeichnen und sich die Stadt auf neue Weise vorzustellen – mit einer Klanglandschaft, die aus gemeinsamen Aufnahmen der Nachbarschaft entstanden ist.14:00–16:00 “Kinetic Groundfloor!” – Interaktive Installation14:30–16:30 “In Touch with Sound” – Interaktive Klanglandschaft14:30–16:30 “Impossible Dreams” – Partizipative SkulpturFr, 3.7. | Kapitel 4: Zusammenkunft & Transformation15:00–Open End | HAU2Das letzte Kapitel gipfelt in einem gemeinsamen Fest, das vom Sozialverhalten von Tauben als städtische Mitbewohnerinnen inspiriert ist. Zusammenkommen, Gespräche, das Sammeln von Ornamenten und gemeinsame Rituale werden zu Werkzeugen, um sich alternative Formen des Zusammenlebens vorzustellen.15:00–17:00 “Kinetic Groundfloor!”15:30–17:30 “In Kontakt mit Klang”15:30–17:00 “Unmögliche Träume”Ab 15:30 “DoveScope” und Workshop “Ornamental Treasuring”19:00–offenes Ende “Found Feast” – gemeinsames Abendessen, inspiriert von der Welt der Tauben, bei dem Fundstücke und städtische Überbleibsel verwendet werden, um gemeinsam eine Tischdekoration aus einer nicht-menschlichen Perspektive zu gestalten.26.+27.6., 2.–4.7., 15:00–19:00 | Vorraum | M40 / geringe KapazitätWährend der gesamten Dauer der öffentlichen Auftritte von “Spielraum” bleibt der Raum im M40 als Vorraum geöffnet. Als temporärer Ort des Zugangs, des Zusammenkommens und des Verweilens bewahrt er Spuren der kollektiven Forschungsprozesse, die sich in eine Klanglandschaft verwandeln, in der sich Dokumentation, Fiktion und urbane Überreste überschneiden. In Form eines kleineren, komprimierten Raums innerhalb der bestehenden Architektur greift die Installation auf Formen des Bewohnens zurück, die rund um den Mehringplatz zu finden sind – Tauben, die in Hohlräumen von Gebäuden und städtischen Lücken nisten. Durch Klang, materielle Fragmente und räumliche Nähe lenkt der Vorraum die Aufmerksamkeit auf vielfältige Perspektiven und erkundet die Stadt als gemeinsamen Lebensraum, in dem verschiedene Körper, Arten und Geschichten unter zunehmend beengten Bedingungen koexistieren.
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