Mit der Reihe „Stelldichein!“ nimmt die Bayerische Staatsoper die jeweils kommende Premiere zum Ausgangspunkt und entwickelt mit kulturellen Partner:innen der Stadt individuelle Formate.
Im Vorfeld der Neuproduktion „Die Fledermaus“ von Johann Strauß ist „Stelldichein!“ zu Gast im Bergson Pop-Up Store und widmet sich dem Walzer. Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski umreißt im Gespräch mit Bergson-Programmdirektor Maximilian Maier die Entstehungsgeschichte dieses Tanzes zwischen Ordnung und Ekstase, seine Ausprägungen in verschiedenen europäischen Ländern, zu unterschiedlichen Epochen und an historischen Sollbruchstellen. Es geht um die wechselhafte und politisch erstaunlich brisante Geschichte der Tanz- und Musikform des Walzers, vom harmlosen Ländler in der Dorfschenke bis zum sittlich anstößigen Wirbel der Paare im Ballsaal. Dabei spielt Jurowski selbst Klavier, Corinna Desch (Violine) und Louise Foor (Sopran) musizieren Walzer von u.a. Strauß, Gounod und Schostakowitsch. Der Komponist Leonhard Kuhn holt den Walzer in die Jetztzeit. Er ist musikalisches Mastermind der Jazzrausch Bigband, Bergson Artist und analysiert mit Musikbeispielen die Bedeutung des Walzers für elektronische Musik im Allgemeinen und seine Arbeit im Besonderen.