Das sagt der/die Veranstalter:in:
„Straßen nach Babylon“ vom Rroma Æther Klub Theater
Estragon: We always find something, eh Didi,to give us the impression we exist?Vladimir: Yes, yes, we‘re magicians.”
Samuel Beckett, „Waiting for Godot“
Auf dem Weg aus der Vergangenheit in die Zukunft findet Sie sich im Sog der sich wiederholenden Erinnerungen wieder – im Jetzt zwischen Flucht und Ankommen.Eine Reise von Nirgendwo nach Irgendwo.
Doch wie kann man sein Selbst, sein Menschsein ehrlich leben, wenn man ständig als Projektionsfläche der Erwartungen der anderen „aufgespannt“ wird? Wie findet man den Weg aus der eigenen Enge, ohne zu zerreißen?
Ein innerer Dialog, ein Austausch und Erleben der eigenen Erfahrungen, Perspektiven und Emotionen, eine etappenreiche Reise durch längst vergangene Tage, zurück zu sich selbst und seiner Stimme. Eine Wiedergeburt aus der Sprachlosigkeit.
„Ein Feldweg gleicht dem anderen, eine Straße ist genauso gut wie die andere, wenn man die Richtung nicht kennt.“
Ein Abend ganz im Sinne der gegenseitigen Inspiration, der Verbundenheit und des sich lüftenden Vorhanges. In Deutsch und Rromaness.
Mit: Rea Andrea Kurman, Melanie Joschla Weiß, Elisa Paravisch, Naomi Stan, David ParavischRegie: Nebojša Marković, Slaviša MarkovićText: Nebojša Marković (ergänzt mit einzelnen Textpassagen von Aglaja Veteranyi und Samuel Beckett)Kamera und Videoschnitt: Nebojša MarkovićTon und Licht: Henning Streck, Slaviša MarkovićDramaturgie: Rebecca Daniela Surber
In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung
Das Rroma Æther Klub Theater
2006 gründeten die Brüder Slaviša und Nebojša Marković in Berlin das Rroma Aether Klub Theater – eine Mischung aus Treffpunkt und Studiobühne.
Ihr künstlerisches Schaffen setzt sich seit jeher mit existentiellen Herausforderungen, u.a. der Identifikation und der Ausgrenzung, auseinander und möchte auf der Basis der menschlichen Verbundenheit das vielfältige Publikum visuell, literarisch und atmosphärisch auf emotionaler Ebene erreichen.
Nebst der engen Zusammenarbeit mit Künstlern und Künstlerinnen aus verschiedenen Kulturen, realisieren sie auch eigene Theaterproduktionen und arbeiten ebenfalls an verschiedenen Theatern in Deutschland und der Schweiz. Bedingt durch die Pandemie haben sie erfolgreich an mehreren Online-Festivals teilgenommen (aktuell: „Roma Heroes Festival 2021“, Ungarn, International Roma Theaterfestival „Kathe Akana!“, Rumänien 2021, nominiert für das „4th International Segal Film Festival on Theatre and Performance (FTP) 2022“, USA u.a.).
Seit Oktober 2021 führt das Team sein künstlerisches Schaffen -ganz im Sinne einer „Wiedergeburt“ des Rroma A.K.T – im Grünen Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz weiter.
Text: Rebecca Daniela Surber